Oberhausen. Die Jury des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat entschieden: Oberhausen ist in Runde 2 des Wettbewerbs Zukunftsstadt. In dessen Rahmen entwickeln Politik, Bürger und Wissenschaft eine Vision 2030+ für ihre Stadt. Frei nach dem Leitspruch »Ideenfabrik Oberhausen – da geht was!« gilt es nun, ausgewählte Projekte zu Plänen auszuarbeiten, die ab 2018 realisiert werden können. Glückwunsch an das Projektteam, das von Fraunhofer UMSICHT als wissenschaftlichem Partner begleitet wird.

Da geht was! Frei nach dem Leitspruch der Zukunftsstadt Oberhausen überzeugten die Ideen, die für Oberhausen im Jahr 2030 entwickelt wurden, die Jury des BMBF. 51 Kommunen schafften es in Runde 1. 20 Kommunen kamen in Runde 2. Die müssen nun mit der Ausarbeitung ihrer Projektpläne punkten, denn maximal acht Kommunen kommen in Runde 3, in der sie erste Teile ihres Konzepts praktisch umsetzen können.

Fraunhofer UMSICHT ist wissenschaftlicher Partner im Projekt »Vision Oberhausen 2030+«. In Phase 1, der Planungsphase, war das Institut zuständig für die Planung, Organisation und Durchführung der Partizipationskampagne. Im Rahmen von Workshops, Befragungen, Online-Abstimmungen, Ideenboxen und Stammtischen, aus Schulen, Kindergärten und Stadtfesten kamen über 2000 Beiträge zusammen. Die Bandbreite reichte vom Stichwort über Hörspiel bis zum Theaterstück.

In Phase 2 ist Fraunhofer UMSICHT auf allen Ebenen aktiv. Dies betrifft sowohl sämtliche operative Arbeiten, die durch das Institut geplant, vorbereitet und nachbereitet werden, als auch die wissenschaftliche Prüfung der Ergebnisse. Weiterhin stehen die Erarbeitung und Diskussion von Handlungsoptionen und Alternativen, die Analyse möglicher Zielkonflikte und ggf. die Untersuchung geeigneter Rahmenbedingungen, z.B. für die Standardisierung und Vereinfachung von kommunalen Prozessen, auf der Tagesordnung.

Ziel ist die Entwicklung ganzheitlicher und nachhaltiger Planungs- und Umsetzungskonzepte zu der in Phase 1 identifizierten Vision der Stadt Oberhausen.

Danach heißt es nochmal »Daumen-Drücken« für den Einstieg von Oberhausen in Phase 3 des Wettbewerbs, in der bis zu acht Kommunen erste Teile ihres Konzepts praktisch umsetzen können.

 

Leitspruch »Ideenfabrik Oberhausen – da geht was«

Die Idee im Verbund mit der Fabrik ist ein Querverweis auf Oberhausens industrielle Vergangenheit. Kreativität ist die breitbandige Triebkraft dafür, die das Leben und Arbeiten in der Stadt vielfältig gestaltet, prägt, weiterentwickelt. In Oberhausen wird gedacht und gemacht.

Phase 1 Entwicklung

In dieser Phase entwickelten Bürgerinnen und Bürger, Ratsvertreter, Verwaltung, Unternehmen und Verbände eine nachhaltige und ganzheitliche Vision, die sich an den konkreten Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientiert.

Phase 2 Planung

In Phase 2 werden die in Phase 1 entwickelten Projektideen wissenschaftlich geprüft und von Politik, Bürgern und Wissenschaft gemeinsam fortentwickelt. Aus einer Idee wird ein Konzept, das die konkrete Umsetzung ermöglicht. Die Kommunen erhalten dafür jeweils bis zu 200.000 Euro.

Phase 3 Umsetzung

In Phase 3 können bis zu acht Kommunen erste Teile ihres Konzepts praktisch umsetzen. Die ausgewählten Kommunen werden sich in »Reallabore« verwandeln und einzelne innovative Ideen dem Praxistest unterziehen. Es entstehen erste »Modell-Kommunen«, die anderen Städten und Gemeinden als Vorbild dienen.