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Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl kritisiert die theoretische Diskussion über ein Genossenschaftsmodell für die Festivalhalle (Foto: Christian Voigt)

Moers. Überrascht zeigt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl auch aus seinem Ameland-Urlaub heraus über die theoretische Diskussion über ein Genossenschaftsmodell für die Festivalhalle: „In der Theorie ist auch die CDU nicht gegen Genossenschaftsmodelle. In der Moerser Haushaltspraxis soll hier aber mit ENNI-Gewinnen ein Schattenhaushalt für den Erhalt der maroden Festivalhalle geschaffen werden. Dies lehnt die CDU ab. Die Gewinne sind dem Haushalt zuzuführen und die ENNI ist nicht mit weiteren verlustigen Aufgaben zu belasten. Solche Schattenmodelle haben schon in anderen Städten zu immensen Verwerfungen geführt.“

Brohl weiter: „Die CDU hat immer gesagt, dass es kein ‚Sparschwein Festivalhalle’ gibt. Jetzt hat die kompetente ENNI-Untersuchung für ein Betriebsmodell aufgedeckt, dass tatsächlich aus einer grundsätzlich maroden Tennishalle nur eine aufgehübschte aber noch immer marode Festivalhalle geworden ist. Mit den ganzen Mitteln, die überhastet in die Festivalhalle gesteckt wurden, wäre das Zelt im Park mit dem einzigartigen Flair und dem Übergang in die Innenstadt sowie die ComedyArts-Arena auf dem Kastell über Jahre hinweg ausfinanziert gewesen. Die Festivalhalle sollte jetzt aufgebraucht werden, nicht schlechtem Geld gutes hinterhergeschmissen werden. Danach müssen wir eine Bestandsaufnahme der Veranstaltungsstätten in Moers und im Umland machen, um dann im gesamtstädtischen Kontext eine integrierte Veranstaltungsstätte mit Belebungscharakter für die Innenstadt zu entwickeln, immer vor dem Hintergrund der Finanzsituation der Stadt.“

Die Kultur GmbH hatte am Anfang mit Kosten von ca. 45.000 Euro pro Jahr für die Festivalhalle argumentiert nach der letzten ENNI-Berechnung sind daraus 231.500 Euro pro Jahr für eine nachhaltige Nutzung der Festivalhalle geworden.

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