Duisburg. Im Rahmen der Medienkompetenz-Initiative „ErlebeIT“ der BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – brachte der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir einen Projekttag rund um das Thema Internet und Soziale Netzwerke ans Sophie-Scholl-Berufskolleg in Duisburg-Marxloh. Einen Tag lang konnten Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrer sowie interessierte Eltern an Workshops zum richtigen Umgang mit Internet und den sozialen Netzwerken teilnehmen. Welche Bilder dürfen genutzt werden, ohne das Urheberecht zu verletzen, wie sicher ist meine Privatsphäre oder wie schütze ich mich vor Internet-Kriminalität waren nur einige Fragen, die durch „ErlebeIT“ geklärt wurden.

Nach den Schüler-Workshops diskutierte der SPD-Politiker mit Teilnehmern der Jahrgangsstufen 11 und 12 über ihr bisheriges Verhalten im Web und welche neuen und wichtigen Erkenntnisse sie aus den Workshops ziehen konnten. Auch das Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern, die den Einsatz des Internets längst in ihren Unterricht integriert haben, war Mahmut Özdemir besonders wichtig. Gerade sie sind es, die bei den Jugendlichen zukünftig für Aufklärung im Umgang mit den digitalen Medien sorgen können.

„Mir ist es sehr wichtig solche Projekte als politischer Ansprechpartner in meinem Wahlkreis zu unterstützen. Es ist toll zusehen, wie das Sophie-Scholl-Berufskolleg sich für die Medienkompetenz-Initiative engagiert hat, um die Möglichkeit zu bieten mehr über Chancen, Gefahren und wie man am besten mit dem Internet und den Soziale Netzwerken umgeht zu erfahren“, erklärt Mahmut Özdemir.

 

MeinungsKlick:

Gabriele Frerkes, Schulleiterin: „Die neuen Medien bringen für alle Beteiligten die Notwendigkeit eines lebenslangen Lernens mit sich. Die vernetzten Zusammenhänge der digitalen Gesellschaft stellen uns vor neue Herausforderungen. Diese gilt es gemeinsam zu meistern, denn der kompetente Umgang mit den neuen Medien eröffnet uns in der beruflichen Ausbildung ungeahnte Möglichkeiten. Innerhalb unseres Schulprofils, der Europaarbeit, können wir das schon seit langem eindrucksvoll feststellen: Mediale Netzwerke öffnen Schule – nach Europa und zur Welt.“

 

Brigitte Wilken, kommissarische stellvertretende Schulleiterin: „Medienkompetenz qualifiziert unsere Schülerinnen und Schüler, unsere Auszubildenden und die Studierenden der Fachschule für den modernen Arbeitsmarkt und befähigt sie, an den zunehmend international geprägten Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten.“

 

Jürgen Brüne, Politiklehrer: „Die Schülerinnen und Schüler wurden im Rahmen eines 90-minütigen Powerpointvortrages, über die Vorteile und Gefahren der sozialen Netzwerke wie facebook, WhatsApp oder Instagram umfassend informiert. An den häufigen und intensiven Fragen der Schülerinnen und Schüler konnte man erkennen, dass über viele Feinheiten des Netzes noch erheblicher Informationsbedarf bestand. In der anschließenden Lehrerkonferenz und in der Abendveranstaltung vor interessierten Eltern wurde insbesondere der Bereich der Internetkriminalität erörtert.“

 

Silas Baffour und Joel Arndt, Schüler, Klasse 13: „Besonders gut fanden wir die interessante Darstellung des Vortrages. Der Referent Herr Zeisberger hat uns gut in seine Ausführungen einbezogen. Besonders interessant waren die Zahlen, wie viele Benutzer weltweit in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, vor allem die Zahlen der WhatsApp User waren erstaunlich. Man konnte auch visuell sehen, wie man konkrete Aussagen zu rassistischen Beiträgen melden kann. Neu für uns war, wie der Löschvorgang im System facebook funktioniert. Darauf ist Herr Zeisberger sehr gut und detailliert eingegangen. So wissen wir nun, wie wir facebook Profile dauerhaft löschen können.“

 

Christiane Otto, Wirtschaftslehrerin: „Ich war angenehm überrascht, wie interessant der Vortrag gestaltet wurde. Im Vorfeld war ich sehr skeptisch, weil die Computerwelt nicht meine Welt ist. Aber bereits am nächsten Tag konnte Inhalte der Veranstaltung in einer Hotelfachklasse im Fach Wirtschaftslehre verwenden.“

 

Mahmut Özdemir, MdB: „Medienkompetenz ist im Digitalen Zeitalter so wichtig wie das kleine Einmaleins. Ich halte es daher für sehr wichtig, dass die Politik in regem Austausch mit der heutigen jungen Generation ist, die mit diesen Medien aufwächst und selbstverständlich nutzt. Die Sicherheit bei der Nutzung der digitalen Medien sowie der Datenschutz stehen für mich dabei an erster Stelle. Eine Mail beispielsweise muss so sicher sein wie der gute alte Postbrief, dessen Vertraulichkeit durch das Grundgesetz geschützt ist. Das müssen wir auch im digitalen Zeitalter gewähren.“

 

HintergrundKlick: Medienkompetenz gewinnt stark an Bedeutung. 2014 waren bereits 94 % der Kindern im Alter von 10 Jahren im Internet unterwegs, 65 % der 14-Jährigen sind in sozialen Netzwerken wie Facebook aktiv und der Messaging-Dienst WhatsApp wird bereits im Alter von 12 Jahren von 76 % der Kinder genutzt. – Die Studie „Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ ist im Internet kostenlos abrufbar unter: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_81089.aspx

„ErlebeIT“ wird getragen vom Digitalverband BITKOM. Bundesweit kooperieren 800 Schulen mit „ErlebeIT“. Die Initiative führte bisher über 600 Veranstaltungen mit 20.000 Schülerinnen und Schülern durch und stellte weiterführenden Schulen 11.000 Unterrichtspakete zur Verfügung. Neben dem Angebot zur Steigerung der Medienkompetenz führt „ErlebeIT“ an Schulen auch Schnupperkurse zum Programmieren sowie  Informationsveranstaltungen zur Berufsorientierung durch. Alle Angebote sind für Schulen kostenfrei.

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