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Duisburg. Das Projekt LebensWert in Neumühl hat drei Praktikumsstellen für Asylbewerber eingerichtet. Dabei können die Flüchtlinge Thierno, Ogie und Yamen ihre Vorkenntnisse aus ihren bisherigen Berufen einbringen und vertiefen sowie praktisch die deutsche Sprache lernen.

Thierno Djiwo Bobo Diallo, studierter Informatiker, aus Guinea, ist bereits seit 5 Wochen im Büro des Projektes tätig. „Ich warte noch auf meine Abschlussdokumente von meinem Studium, die mir durch einen Bekannten aus meinem Heimatland zu geschickt werden soll, damit möchte ich ein weiteres Studium im Bereich Ingenieur in Deutschland beginnen“, erzählt Diallo, der schnellstens die Deutsche Sprache erlernen will. Ogie Godfrey, stammt aus Nigeria und war dort lange als Eventmanager tätig. „Hier kann ich meine Talente und das was ich in meiner Heimat gelernt habe, einbringen. Wir bereiten gerade mit dem gesamten Praktikanten-Team die „Lebendige Krippe“ vor, “ so Godwin.

Yamen Kaddour musste aus Syrien fliehen und wohnt ebenfalls mit 80 weiteren Männern im „Camp“ an der Usedeomstraße in Neumühl. Kaddour ist seit 3 Jahren fertiger Anwalt, ein studierter Jurist. Er freut sich auf die Arbeit im Cafè „Offener Treff“ und das er das Praktikum im Servicebereich machen darf. „Im Cafè gibt es ein tolles Team, die mich herzlich aufgenommen haben, und ich kann jetzt schon meine erlernten Deutschkenntnisse bei den Gästen anwenden“, so Kaddour. Yamen Kaddour möchte, wenn er gut Deutsch spricht, in einer Anwaltskanzlei gerne arbeiten. Während seiner Studienzeit in Damaskus hatte er schon als Kellner in verschiedenen Restaurants gejobbt.

David Lück, der seit einigen Wochen sein Praktikum bis Ende April nächsten Jahres als Veranstaltungskaufmann bei Pater Tobias absolviert, kümmert sich um das Veranstaltungs-Team und lernt dadurch gleichzeitig, wie man führt und leitet. Fünf weitere Asylbewerber aus dem Neumühler Camp, wurden von LebensWert bereits in verschiedenen Unternehmen vermittelt. Zwei in Oberhausen und zwei in Neumühl. Zwei weitere Praktikumsstellen werden in der kommenden Woche an einem Neumühler Unternehmer vermittelt. Einige ehrenamtliche Damen, die sich seit einigen Monaten um die jungen Männer kümmern, erstellen Namenslisten und was sie bisher gelernt oder studiert haben. Die wichtige Frage ist dabei: Welche Tätigkeit oder Studium sie in Deutschland nachgehen möchten. „Die Chefs sind bislang alle sehr zufrieden. Morgens lernen die jungen Männer Deutsch und nachmittags gehen sie in den Unternehmen arbeiten, um dann Deutsch zu sprechen“, so Pater Tobias, „Das ist doch eine tolle Integration.“

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