Die offizielle Eröffnung des JUZO als Kontaktstelle im Netzwerk „Gerne anders“ (Foto: privat)

Duisburg. Rund 80 Besucherinnen und Besucher feierten am 19. Februar das Jugendzentrum JUZO in Homberg-Hochheide als neue offizielle Kontaktstelle im Netzwerk „Gerne anders“ zur sexuellen Vielfalt in NRW. Junge Menschen finden hier Unterstützung, Beratung und Akzeptanz in Sachen Sexualität. Thomas Krützberg, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur, freut sich über das neue Angebot: „Kinder und Jugendliche eine Anlaufstelle zu bieten und zu helfen, sich mit ihrer Sexualität auseinandersetzen, ist der richtige Weg. Sich seiner Sexualität bewusst zu werden, ist oft ein schwieriger Prozess. Es ist gut und hilfreich, dann auf Menschen zu treffen, die über ein offenes Ohr und Fachwissen verfügen, um diesen Prozess zu begleiten.

Mindestens fünf bis sieben Prozent der Kinder und Jugendlichen entwickeln sich lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell und das in einer scheinbar selbstverständlich heterosexuell geprägten Welt. Innere Konflikte, Angst vor Ausgrenzung und das Erleben von Gewalt und Diskriminierung müssen die Jugendlichen oft alleine bewältigen. Diese Fakten nahmen die  Fachkräfte, die Jugendlichen und jungen erwachsenen Besucher des Kinder- und Jugendzentrum JUZO in Duisburg-Homberg zum Anlass, sich mit dem Thema sexuelle Vielfalt auseinanderzusetzen.

Im Verlauf des letzten Jahres begleiteten Wiebke Korten und Sven Norenkemper von der NRW-Kontaktstelle „Gerne anders“ das Team und die Besucher in gemeinsamen Workshops. Hier erarbeiteten sie sich ihr Profil für eine Freizeitstätte, in denen Kinder und Jugendliche sexuelle Vielfalt leben können. Sie stellten sich Fragen zur eigenen Einstellungen, zu Vorurteilen und dazu, wie sie diesen begegnen können. Die Jugendeinrichtung steht zu diesem Thema in engem Kontakt zum Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit und zum Falkenheim Beeck, das beabsichtigt, ebenfalls Anlaufstelle zu werden.

Die jungen Besucherinnen und Besucher sind sich einig: „Wir leben Offenheit, egal ob hetero, homo oder anderweitig interessiert. Und das soll auch so bleiben.“

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