Krefeld. Im Rahmen seiner Artenschutzwoche hat jetzt der Zoo Krefeld als erster Zoo in Nordrhein-Westfalen die Zoo-Jugendspiele veranstaltet. Dabei mussten an zwei Tagen von 9 bis 15 Uhr jeweils rund 380 Schüler aus sieben fünften Klassen an sieben verschiedenen Stationen ihr Wissen über den Natur- und Artenschutz unter Beweis stellen. Sie mussten innerhalb eines knapp bemessenen Zeitbudgets verschiedene Aufgaben lösen. Es wurde sowohl das Wissen abgefragt, als auch die Geschicklichkeit. Angetreten waren Fünftklässler aller weiterführenden Schulformen aus Krefeld sowie eines Gymnasiums aus Düsseldorf. Die besten drei Klassen erhielten jeweils Preise, alle bekamen Teilnehmerurkunden, damit sie sich noch lange an den außergewöhnlichen Unterrichtstag im Zoo erinnern können.  

So ging es an einer Station bei den Humboldt-Pinguinen zum einen darum, den Bewegungsablauf nachzuahmen. Dazu mussten die Schüler mit einem Ball zwischen den Knien möglichst schnell einen Hindernisparcours bewältigen. Danach wurden sie gefragt, welche Unternehmungen der Menschen zum Schutz beitragen und welche eher Bedrohung der Tiere in der freien Natur darstellen. Es ging darum, die verfügbaren Antwortvorschläge richtig zuzuordnen. Sonderpunkte gab es für eine passende Erklärung. Ähnliche Aufgaben wurden den Teilnehmenden bei weiteren Stationen am Pavianfelsen, am Gorilla-Garten, vor dem Schmetterlingshaus, bei den Baumkängurus und an der neuen Nashornanlage gestellt. Die Ehrenamtler an den Ständen hatten alle Hände voll zu tun, die eifrig mitmachenden Schüler zu bewerten. „Schön ist, dass sie alle richtig Spaß an der Teilnahme haben, viele bringen schon gutes Wissen mit“, so Helferin Claudia Heiermann. 

Zoo-Pressesprecherin Petra Schwinn schilderte die Erfahrungen des Krefelder Zoos mit dem neuen Angebot: „Die Termine waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht, es gab knapp 20 Bewerbungen auf die 14 Plätze“. Mehr Termine kann der Zoo in diesem Jahr allerdings nicht mehr anbieten, schließlich ist die Abwicklung komplett mit ehrenamtlichen Helfern über die Bühne gegangen. Zuvor hatte Zoopädagogin Gaby Borg zusammen mit den zwei FÖj-lern des Zoos etwa ein dreiviertel Jahr darauf verbracht, die Aufgaben zu planen und das Arbeitsmaterial für die teilnehmenden Schüler zu erstellen. Außerdem wurde den Schulen Informationsmaterial zum Vorbereiten des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt. 

Mit der Austragung der Spiele möchte der Zoo Krefeld, der eine Idee aus dem Zoo Landau aufgegriffen hat, auf die wichtige Rolle der Zoos im weltweiten Artenschutz aufmerksam machen. Sie sollen Schüler des fünften Jahrgangs motivieren, sich mit dem Erhalt der Artenvielfalt zu beschäftigen.

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