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Krefeld. Wie kann es gelingen, die Gruppe der Mitglieder im Alter von 55 bis 70 Jahren wieder durch Nachrücker / neue Vereinsmitglieder aufzufüllen? – Mit diesem Thema hat sich der Vorstand des Vereins „Sport für betagte Bürger Krefeld“ im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt. Karin Meincke, die Vorsitzende des Vereins, stellte in der Mitgliederversammlung im Stadtwaldhaus am Mittwochnachmittag (1. Juni) die ersten Ergebnisse vor. Der Verein hat u.a. das Logo „Haus 43 – Aktiv“ um die Begriffe „kreativ und lebensfroh“ erweitert – und neue Angebote entwickelt: So gibt es jetzt einen PC-User-Club – damit verbunden auch WLAN im Vereins-Haus 43 – und in Zusammenarbeit mit den Bürgerschützen / Hüls ein Schießsport-Angebot unter Leitung einer Schießmeisterin. Das wesentliche Element ist aber ein Konzept, das auch junge Ältere, die noch längere Zeit berufstätig sind, einbinden soll. Fünf Übungsleiter und zwei Vorstandsmitglieder haben es unter Anleitung von Bärbel Lonczyk, Lehrerin für Alexander-Technik, in einer sechstägigen Probe-Woche auf Gut Schirmau erarbeitet. Entstanden sind vier Seminare:

  • Walken, Wandern, Wundern, Wohlfühlen
  • Reise ins Rückenparadies
  • Sinne Finden und Bewegung Suchen
  • EINE WELT TANZT – FREI TANZEN

Meincke beschrieb ein Beispiel: Bei „EINE WELT TANZT“ sei es um die Fragestellung gegangen, wie bekommen Frauen und Männer z.B. in Indien oder Afrika – auch mit schweren Lasten auf dem Kopf – diesen elastischen aufrechten Gang hin und haben weniger Gelenkprobleme. Eine andere Frage war, wie man sich einen gesunden und rückenschonenden Gang angewöhnen kann: „Wir sind alle – auch die Männer – im ‚Heidi-Klum-Gang‘ gelaufen – mit dem Bewusstsein, dass die Wirbelsäule quasi eine Spirale ist, nicht eine starre Säule bzw. Stange, und dass der Kopf durch diese Spirale eine direkte Beziehung zu den Füßen herstellen kann. Ich habe dabei gemerkt: Man bekommt eine ganz andere Bodenhaftung“, schilderte sie. Die Konzepte werden jetzt noch fein ausgearbeitet und sollen im Herbst angeboten werden.

Grundsätzlich sei das Angebot des Vereins mit 116 Gruppen (Wassersport, Gymnastik, Walken, Kegeln, Tischtennis, Chor und eigenem Orchester…) und vielen Reisen oder Ausflügen sehr bunt und biete für jeden etwas, „laufen Sie Reklame damit“, appellierte Meincke an die Mitglieder. Wichtig war ihr auch die Zusammenarbeit mit der Krefelder Polizei, die z.B. den Bereich „Sicherheit für Senioren auf dem Fahrrad“ betreffe. Bei allem werde das Vereinsziel, die „Förderung der geistigen und körperlichen Beweglichkeit und der Gesundheit“ weiter verfolgt, so Meincke.

Erfreulich: Unter dem Strich ist die Zahl der Mitglieder in 2015 um 97 gestiegen und der Verein ist mit über 2000 Mitgliedern einer der größten in Krefeld – allerdings bleibt das Verhältnis 77 Prozent Frauen / 23 Prozent Männer. Finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen, so Schatzmeisterin Resi von der Fuhr. Kassenprüfer Helmut Viola bescheinigte dem Vorstand eine vorbildliche Buchführung und beantragte dessen Entlastung – dem entsprachen die Mitglieder einstimmig.

Wahlen standen in diesem Jahr nicht an, dafür gab es die traditionelle Ehrung der Sieger des Kegelturniers und Ehrungen langjähriger Mitglieder – darunter 21 Mitglieder, die 20 Jahre im Verein sind, elf Mitglieder mit 25-jähriger Mitgliedschaft und drei mit 30-jähriger Mitgliedschaft: Rita Gschössl, Joachim Krokowski, Gertrud Ruhnke.

Die Mitgliederversammlung endete mit einem bunten Programm, u.a. vier Lieder der Sopranistin Jana Meskes, einer Vorführung der Jazztanz-Gruppe, Vorstandsmitglied Manfred Maubach als Sigismund aus dem „Weißen Rössl“ und einem Musical-Medley des Vereins-Chors.

InfoKlick: www.sport-fuer-betagte-buerger-krefeld-ev.de

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