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Krefeld/Niederrhein. “Jetzt haben wir es schwarz auf weiß – es gibt ein Gesundheitsrisiko bei Nachfüllfläschchen für Verbraucher und insbesondere für Kleinkinder. Die Vergiftungszentralen von acht Mitgliedstaaten meldeten, dass 87% der gesamten Nikotinvergiftungen von Nachfüllfläschchen für E-Zigaretten herrührten. Besonders gefährdet sind Kinder, die die nikotinhaltigen, oft mit Aromen versehenen Flüssigkeiten leicht verschlucken können. Das kann bei zu hoher Nikotinkonzentration auch tödlich enden”, kommentiert Karl-Heinz Florenz, CDU-Abgeordneter vom Niederrhein, den Kommissionsbericht.

Mit der neuen EU-Tabakrichtlinie, die 2014 verabschiedet wurde, wurden erstmals Qualitäts- und Sicherheitsstandards für E-Zigaretten eingeführt. Dadurch können die Risiken eingegrenzt werden. “Bereits bei den Verhandlungen über die Tabakrichtlinie habe ich mich für ein Verbot der Nachfüllfläschchen eingesetzt. Leider kam es dazu schlussendlich nicht. Dafür haben wir zumindest notwendige EU-weite Sicherheitsstandards eingeführt, wie etwa kindersichere Öffnungsmechanismen oder eine maximale Nikotinkonzentration für E-Zigaretten und Nachfüllfläschchen. Und zurecht, wie uns der Bericht bestätigt. Die strengeren Vorgaben sind wichtig und richtig!”, betont Florenz, der für die EVP-Fraktion die Tabakrichtlinie mitverhandelt hat.

“Ich habe auch stets davor gewarnt, dass diese Fläschchen geradezu dazu einladen, sich selbst zu Hause etwas zusammenzumischen. Hier besteht für mich das vielleicht größte Risiko”, warnt Florenz. Auch der Kommissionsbericht sieht im sogenannten “home blending” eine Gefahr für Verbraucher und das Risiko, dass die Sicherheitsvorgaben für E-Zigaretten umgangen werden. Der Markt der nachfüllbaren E-Zigaretten sollte daher weiterhin sorgfältig beobachtet werden.

Bericht der Kommission (Englisch): http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=COM:2016:269:FIN&from=EN

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