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Krakau/Xanten. Sie leben in Gastfamilien und sind mit dem Flugzeug angereist. Die Weltjugendtagspilger aus der Propsteigemeinde St. Vikor Xanten unterscheiden sich in gleich mehreren Punkten von den meisten Pilgern, die sich derzeit in und rund um Krakau aufhalten. Am 26. Juli kam die Gruppe um Kaplan Dr. Oliver Rothe am Flughafen in Krakau an – genau parallel zur großen Eröffnungsfeier im Blonia-Park.

Während viele Pilgergruppen, darunter auch ein Großteil der Gruppen aus dem Bistum Münster, etwas außerhalb Krakaus in Sammelunterkünften untergebracht sind, führte der Weg für die acht Jungen und fünf Mädchen geradewegs in die Innenstadt. Nur wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt durften sie ihr Quartier beziehen – in zwei Gastfamilien. „Unser Kaplan kannte Familien, die wiederum Familien in Krakau kannten, die uns aufnehmen wollten“, erklärt Antonia Kesseler den Weg, wie es zu der Unterkunft kam.

Die 16-Jährige wohnt für die kommenden Tage zusammen mit den Schwestern Jana und Luisa von Holt, Anna Rupprich und Alicia Utzka bei der Familie Borkowska-Bak. Das Ehepaar hat zwei Töchter im Alter der Jugendlichen, eine davon hat ihr Zimmer für die deutschen Gäste geräumt. „Für uns als Katholiken ist es selbstverständlich, junge Pilgerinnen aufzunehmen und gastfreundlich zu sein“, erklärt Gastmutter Joanna. Ein erstes Zeichen der Gastfreundschaft erlebten die Jugendlichen schon wenige Minuten nach ihrer Ankunft. „Joanna hat uns sofort ein Stück sehr leckeren Kuchen angeboten, den sie extra für uns gebacken hat“, erklärt Alicia. Für die 17-Jährige ist diese Herzlichkeit nicht neu: Ihre Eltern kommen aus Polen, haben ihr Land und Leute gezeigt und ihr auch die polnische Sprache beigebracht.

Wer während des Weltjugendtags einen solchen Komfort wie bei Familie Borkowska-Bak erlebt, kommt natürlich nicht mit leeren Händen. Gasteltern Joanna und Jan durften sich über ein Xanten-Paket freuen. „Wir haben ihnen als Dankeschön etwas Typisches aus unserer Heimatstadt mitgebracht – einen Kalender über die schönsten Plätze in Xanten, ein Buch, ein Frühstücksbrettchen mit der Silhouette Xantens und eine Flasche Underberg“, erklärt Anna (16). Den Hinweis auf ein Gastgeschenk haben die Mädchen von ihrem Gruppenverantwortlichen bekommen, denn für alle Fünf ist es der erste Weltjugendtag.

„Ein Freund von mir war schon bei den Weltjugendtagen in Madrid und Rio de Janeiro und war total begeistert, da wollte ich das auch mal selbst erleben“, erklärt Antonia (16) ihre Motivation. Alicias Wille gründet bereits auf eigenen Erfahrungen: „Ich war bei der Ministrantenwallfahrt in Rom vor zwei Jahren und habe da ein tolles Gemeinschaftsgefühl erlebt. Ich hoffe, dass sich das hier wiederholt.“

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