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Krefeld. „Uns geht es doch so gut, da sollte man etwas abgeben“ – meinen Marlies und Klaus Hilgers aus Krefeld. Mit Tochter Ursula May, Enkelin Michaela May und Lena Braatz brachten sie jetzt eine Spende von 360 Euro in das stups-KINDERZENTRUM der DRK-Schwesternschaft Krefeld.

Das Ehepaar hatte bei der Feier seiner Goldhochzeit die Gäste um Spenden für den guten Zweck gebeten, „denn man hat ja eigentlich schon alles. Alle unsere Gäste waren einverstanden mit der Idee“, berichtete Marlies Hilgers.

Für das stups-KINDERZENTRUM hatten sie sich entschieden, weil sie gerne einen Fokus auf die Hilfe für Kinder legen wollten. Wie schwer es für eine Familie sein kann, wenn ein krankes Kind auf die Welt kommt, das lange in der Klinik liegen muss, wusste das Ehepaar aus eigener Erfahrung.

Die Besucher-Familie interessierte sich daher besonders für das ganzheitliche Konzept der Familienbetreuung, das die Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld, Diane Kamps, erläuterte: „Wir bemühen uns, die ganze Familie zu umsorgen, damit alle – auch die gesunden Geschwisterkinder – berücksichtigt werden und zu ihrem Recht kommen“, schilderte Kamps. Mit dieser Auffassung arbeiteten die Rotkreuzschwestern in der Pflege, aber auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen in allen Bereichen – Kinder- und Jugendhospiz, im ambulanten Kinderhospiz und in der sozialmedizinischen Nachsorge. So sei es zum Beispiel auch wichtig, dass die Väter manchmal die Möglichkeit zu einem Austausch mit einem männlichen Gesprächspartner erhielten, „weil Männer eher dazu neigen, viele Dinge mit sich selber abzumachen und manchmal nur schwer darüber sprechen können“, ergänzte Nancy Gasper, die Leiterin des stups-KINDERZENTRUM.

Die fünf Besucher waren von den Schilderungen sehr beeindruckt. Sie wünsche sich, dass es so etwas auch schon gegeben hätte, als die Situation in ihrer Familie so problematisch gewesen sei, meinte Marlies Hilgers.

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