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Krefeld. Rundum zufriedene Gesichter bei den Triathleten des SC Bayer 05 Uerdingen nach ihrem Start bei der O-See-Challenge, dem größten Crosstriathlon-Event Europas im Zittauer Gebirge.

Eine Woche haben sich Svea Hess (15), Isabel Godoy (17), Anna Pauline Saßerath (18), Scott Anderson (20), Moritz Pohl (20) sowie Maximilian (22) und Michael Saßerath (50) auf den Strecken rund um den Olbersdorfer See intensiv auf ihre Starts vorbereitet. Besonders für Svea Hess und Moritz Pohl, die eigentlich nur als Fans mitgereist waren und ein bisschen auf dem MTB mittrainieren wollten, war es ein besonderes Erlebnis, denn spontan entschieden sich beide selbst zu starten und meldeten sich für die XTERRA-Lite-Strecke (750 m Schwimmen – 26 km MTB – 6,6 km Lauf) an.

Bei besten Bedingungen – leicht bewölkt, 23°C Luft- und 22°C Wassertemperatur, fast trockener Radstrecke und mit der Unterstützung von über 15.000 Zuschauern gingen zunächst Scott Anderson drei Minuten hinter dem Elitefeld mit 400 Altersklassen-Männern und nach weiteren drei Minuten auch Anna Pauline Saßerath im deutlich kleineren AK-Damenfeld auf ihre erste Teilstrecke – 1500 m Schwimmen. Beide zeigten, dass sie zu den schnellsten Schwimmern gehören. Anna Pauline erzielte mit unter 22 Minuten die zweitschnellste Schwimmzeit aller Frauen – einschließlich der Profis – obwohl sie das Handicap hatte, sich durch das große Feld der vor ihr gestarteten Altersklassen-Männer durcharbeiten zu müssen.

Währenddessen wurden auch die Teams auf die Reise geschickt und bei den Mixed-Staffeln sorgte Isabel Godoy über 1100 m Schwimmen für ein Ausrufezeichen. Mit nur einer Minute hinter Ex-Olympionike Maik Petzold übergab sie den Staffelstab an Michael Saßerath auf dem MTB. Er hatte gegen die Mountainbikespezialisten aber kaum eine Chance und verlor in dem anspruchsvollen Gelände auf die Schnellsten fast 20 Minuten.
Zwischenzeitlich starteten Svea Hess und Moritz Pohl in ihre Wettkämpfe und auch die beiden Cross-Triathlon-Neulinge waren im Schwimmen eine Klasse für sich – allerdings wird Crosstriathlon vor allem auf dem MTB und im abschließenden Geländelauf entschieden und schnelles Schwimmen verschafft nur eine gute Ausgangsposition beim Einfahren in die ersten engen Trails. Nachdem alle fünf sturzfrei von der bis zu 36 km langen und mit fast 1200 Höhenmeter sehr anspruchsvollen MTB-Strecke zurück in der Wechselzone waren, sollten beim Laufen die guten Positionen gehalten oder verbessert werden. Hier gelang Maximilian Saßerath als Läufer der Mixed-Staffel trotz Gipsarm ein deutlicher Sprung nach vorne, denn mit einer Top5-Laufzeit unter 38 Minuten katapultierte er das Team auf Platz Sechs in der Gesamtwertung (von 86) und Platz Zwei in der Mixed-Wertung. Scott Anderson machten die steigenden Temperaturen auf der Laufstrecke zu schaffen und er verlor dort an Boden. Gesamtplatz 17 und Platz Fünf in der AK 20 entsprachen nicht seinen Erwartungen – Bedingungen wie in der Schweiz, bei denen der Radpart zu einer extremen Schlammschlacht ausartete, scheinen ihm besser zu liegen.

Ganz anders verhielt es sich bei den beiden Rookies – Svea Hess hatte trotz der sehr anspruchsvollen und vor allem ungewöhnlich langen Radstrecke beim Laufen noch genügend Körner, um mehrere Plätze gut zu machen und finishte im Frauenfeld auf dem sehr guten 20. Platz – Moritz Pohl wurde bei seiner Crosstriathlon-Premiere guter 29ter.

Den Schluss- und Höhepunkt aus Sicht des SC Bayer 05 Uerdingen setzte nach 3:23:50 Std. Anna Pauline Saßerath, die im Altersklassen-Rennen der Frauen einen überragenden vierten Gesamtplatz belegte und in ihrer Altersklasse den Sieg mit dem XTERRA-Europameistertitel feierte und sich gleichzeitig auch für die XTERRA-Weltmeisterschaften auf Maui qualifizierte. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte sich die jüngste Teilnehmerin, die am Vortag ihren 18. Geburtstag feierte, nicht machen können. Durch den 14. Gesamtplatz (incl. Profis) sammelte sie zudem weitere Punkte für die XTERRA-German Tour Wertung, eine Serie von fünf Crossduathlon und -triathlonwettkämpfen in ganz Deutschland und gewann diese souverän vor Antje Fiebig und Melanie Mack.

Die nächsten Tage stehen für Alle ganz im Zeichen der Regeneration, denn schon am kommenden Wochenende sind der Nachwuchscup in Goch bzw. der Mannschaftssprint in der NRW-Liga in Krefeld zu bestreiten.

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