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Voerde/Kreis Wesel/Duisburg. Am Sonntag, dem 18. September um 18 Uhr wird das Voerder Haus Wohnung zum Schauplatz des mittlerweile schon traditionellen Herbstkonzertes: das Arcus-Streich-Quintett (bestehend aus Musikern der Duisburger Philharmoniker) eröffnet das zweite Halbjahr der Veranstaltungen des Vereins r(h)ein-kultur-welt (rkw). Möglich wird dieses außergewöhnliche Konzert durch die Kooperation zwischen den „Profis“ aus Duisburg und dem privaten Kulturverein, die sich in den vergangenen Jahren schon mehrfach bewährte.

Das Arcus Quintett besteht aus den Musikern Tonio Schibel und Birgit Schnepper (Violine), Ralf Buchkrämer und Veaceslav Romaliski (Viola) und Friedemann Pardall (Violoncello). Vier Streicher sind Mitglieder der Duisburger Philharmoniker – Ralf Buchkrämer ist Solobratschist der Düsseldorfer Philharmoniker. Die Musiker spielen Streichquintette von Wolfgang Amadeus Mozart (D-Dur, KV 593),  Ludwig van Beethoven (C-Dur, op. 29) und Felix Mendelssohn Bartholdy (B-Dur, op. 87).

Wolfgang Amadeus Mozart wurde zum eigentlichen Begründer des Streichquintetts, er schrieb sechs davon. Dem Quintett KV 593 von 1790 folgte nur noch KV 614. Diese beiden letzten Kammermusikwerke für Streicher zeigen einen derartigen Ausdruck künstlerischer Reife, dass sich die Beiträge der jüngeren Komponisten an diesen Werken messen lassen müssen.

Ludwig van Beethoven hat nur ein einziges Originalwerk für Streichquintett geschrieben. Hier verleiht er – vor allem durch die Verwendung einer zweiten Bratsche – dem Klangprofil der Mittellage eine besondere Weite.

Felix Mendelssohn Bartholdy knüpft in seinem B-Dur-Quintett op. 87 an diese Konzeption an. Das 1845 entstandene Spätwerk fesselt vor allem durch die Tiefe und Ausdruckskraft seines langsamen Satzes.

Stets trägt auch das besondere Ambiente des Wasserschlosses „Haus Wohnung“ zu den unvergesslichen Abenden bei. Die Wasserburg ist heute im Besitz der STEAG, die freundlicherweise dieses Konzert mit der Möglichkeit unterstützt, es in diesem besonderen Rahmen stattfinden zu lassen. Das Konzert findet in der umgebauten Scheune des herrschaftlichen Anwesens an der Frankfurter Straße statt.

Karten zum Preis von 16 Euro (Schüler und Studenten zahlen vier Euro) gibt es im Vorverkauf in Voerde bei Schreibwaren Groos, Friedrichsfelder Str. 20 (02855-81958), den Buchhandlungen Korn am Dinslakener Altmarkt (02064-58310) und in Wesel, Brückstraße 13 (0281-21876), in der Buchhandlung Kammer in Hamminkeln, Diersforter Str. 4 (02852-9651617), sowie bei Buch & Präsent Mila Becker in Friedrichsfeld, Bülowstr. 4 (0281-41409), eventuelle Restkarten an der Abendkasse.

Und: Menschen, die sich gerne den Abend anhören möchten, es aber wegen ALG II-Bezug oder ähnlichem nicht finanzieren können, senden eine Mail an r_k_w@web.de. Unter Ihnen werden Eintrittskarten für 4 Euro verlost.

 

Tonio Schibel (Violine), als Sohn einer Koreanerin und eines Deutschen in Kanada geboren, erhielt im Alter von neun Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Nach dem Abitur absolvierte er ein Violinstudium bei Professorin Wanda Wilkomirska an der Musikhochschule Mannheim und begann parallel hierzu in Heidelberg ein Studium der Rechtswissenschaften, das er mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. 1997 bestand er das Konzertexamen. Im Studiengang Advanced Instrumental Studies setzte er seine Ausbildung bei Professor Yfrah Neaman an der Guildhall School of Music in London fort. Meisterkurse besuchte er bei Alberto Lysy, Yfrah Neaman, Konstantin Kulka, Miriam Fried und bei Denes Zsigmondy. Das weiterführende Studium in London wurde durch Stipendien des DAAD und des Myra Hess Trust (London) unterstützt. Tonio Schibel trat als Solist mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim auf und machte Rundfunkaufnahmen beim SDR. Seit der Spielzeit 1999/2000 ist er dritter Konzertmeister bei den Duisburger Philharmonikern. Fortbildungen im Bereich der alten Musik, eine regelmäßige Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten sowie zahlreiche kammermusikalische Projekte ergänzen seine Tätigkeit.

 

Birgit Schnepper (Violine), geboren in Haan/Rheinland, erhielt ihren ersten Instrumentalunterricht im Alter von sechs Jahren. Ihr Hochschulstudium absolvierte sie bei Professor Johannes Prelle in Wuppertal und bei Professorin Ulrike Dierick in Saarbrücken. Als Praktikantin spielte sie bei den Duisburger Philharmonikern und den Düsseldorfer Symphonikern, bis sie 1999 einen Aushilfsvertrag als dritte Konzertmeisterin bei den Niederrheinischen Sinfonikern Krefeld/Mönchengladbach erhielt. Seit August 1999 ist sie Mitglied der ersten Violinen der Duisburger Philharmoniker.

 

Ralf Buchkremer (Viola), geboren in Heinsberg, absolvierte sein Violastudium von 1993-1996 an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei Prof. Jürgen Kussmaul. Es folgten Studien im Fach Streichtrio beim Alban Berg Quartett an der Musikhochschule Köln und bei Prof. Andreas Reiner an der Folkwanghochschule in Essen. Abschluss 2001 mit Auszeichnung. 1996 ist er erster Preisträger des Wettbewerbs der Internationalen Violagesellschaft in Markneukirchen und seit 1997 Solobratscher der Düsseldorfer Symphoniker (Deutsche Oper am Rhein).

 

Veaceslav Romaliski (Viola), aus der moldawischen Hauptstadt Kischninjow stammend, besuchte das Musikgymnasium seiner Heimatstadt und nach dem Abitur das staatliche Konservatorium. 1994 legte er die Examina als Orchestermusiker, Lehrer, Kammermusiker und Solobratschist ab. Als Solobratschist wirkte er bereits seit 1991 im staatlichen Kammerorchester mit. Aushilfstätigkeiten in der Oper schlossen sich an. Nachdem er 1996 zum Studium an die Folkwang Hochschule Duisburg (bei Professor Michail Mouler) gekommen war, erhielt er in der Spielzeit 1996/1997 zunächst eine Praktikantenstelle bei den Duisburger Philharmonikern. Seit 1997 ist er dort festes Mitglied der Bratschengruppe.

 

Friedemann Pardall (Violoncello), geboren in Frankenthal/Pfalz, erhielt seinen ersten Violoncellounterricht im Alter von acht Jahren. Nach frühen Erfolgen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ war er schon mit vierzehn Jahren Jungstudent bei Ulrich Voss an der Staatlichen Hochschule für Musik Saarbrücken. Bis er dort 1986 sein reguläres Studium aufnahm, gewann er unter anderem noch den Südwestdeutschen Kammermusikwettbewerb. Von 1988 an studierte er bei Reinhard Latzko an der Musikakademie der Stadt Basel, wo er das Lehrdiplom und das Konzertreifediplom erhielt. Friedemann Pardall spielte im Landes- und Bundesjugendorchester sowie im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft (zuletzt als Solocellist) unter Claudio Abbado. Als Cellist im „Phoenix-Quartett Frankfurt“ trat er von 1986 bis 1993 unter anderem in der Alten Oper Frankfurt sowie in der Münchner Residenz auf. Schon früh kam es zur Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Sergiu Celibidache, Nikolaus Harnoncourt und WalterLevin. Pardall war Stipendiat verschiedener Stiftungen und wirkte bei Rundfunk- und CD-Produktionen mit. Nach Stationen in den Orchestern von Kiel (1994) und Bremen (1995) ist er seit 1996 erster Solocellist der Duisburger Philharmoniker. Daneben ist er solistisch tätig. In Warschau führte er Prokofjews Sinfonia concertante auf, die Aufführung von Antonín Dvoˇráks Cellokonzert mit den Duisburger Philharmonikern wurde 2002 als Live-Mitschnitt veröffentlicht. Im Philharmonischen Konzert am 17. und 18. Februar 2009 spielte Friedemann Pardall das Cellosolo in der Tondichtung „Don Quixote“ von Richard Strauss.

 

InfoKlick: http://www.rhein-kultur-welt.de/

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