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Mülheim. Zu der Fusion der Essener und Mülheimer Verkehrsgesellschaften ab 2017 erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Michels, dass die derzeitigen Anstrengungen von Rat und Stadtspitze die notwendigen gesellschaftsrechtlichen Schritte energisch zu gehen, richtig seien. So könne ein bezahlbarer Nahverkehr auch in Mülheim in naher Zukunft sichergestellt werden.

„Die in die Wege geleitete Weichenstellung, die mit entsprechenden Ratsbeschlüssen in der nächsten Woche dokumentiert wird, zeigt die vielfach unvermutete Kraft auch zu einer guten interkommunalen Kooperation, in diesem Fall zwischen den Partnern Essen und Mülheim an der Ruhr“, so Michel. Die Christdemokraten würdigen den auch mit der Essener Stadtspitze abgestimmten Personalvorschlag, Stadtkämmerer Uwe Bonan zukünftig als einen der beiden Geschäftsführer der neuen „Verkehrsgesellschaft Ruhr“ ins Spiel zu bringen, als positiv.

Mit scharfer Kritik äußert sich der Bürgerliche Aufbruch Mülheim (BAMH) zu dieser Personalie. „Hier wird ein in den letzten elf Jahren mäßig erfolgreicher Beamter, der hinsichtlich einer Schuldenreduzierung des städtischen Haushaltes leider keine nennenswerten Ideen und Ergebnisse liefern konnte, mit einer hervorragend dotierten Geschäftsführung langfristig versorgt“, so der personalpolitische Sprecher des BAMH, Frank Wagner. Insbesondere fehle ihm bei dem in Dortmund lebenden Bonan nicht nur die persönliche, auf einer reinen Verwaltungsausbildung basierenden Qualifikation für diese anspruchsvolle, zukunftsträchtige Aufgabe, sondern auch nennenswerte ÖPNV-Expertise.

Darüber hinaus – so Wagner weiter – macht es keinen Sinn, zwei betriebswirtschaftlich geprägte Geschäftsführer – der Essener Michael Feller ist Betriebswirt – als Geschäftsführer zu berufen. Wer kümmere sich dann mit technischem Sachverstand um den mindestens genauso entscheidenden technischen Part bei der neuen Verkehrsgesellschaft, fragen die BAMH-Verordneten.

„Es bleibt – wie bei der Ex-Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, die noch immer im Aufsichtsrat des RWE-Konzerns eine sechsstellige jährliche Vergütung kassiert – leider in Mülheim an der Tagesordnung, dass hochrangige SPD-Mitglieder auf lukrative Posten verschoben werden und dies von der CDU einfach abgenickt wird.“ Die fünf Stadtverordneten des BAMH werden in der kommenden Ratssitzung am Donnerstag gegen die Berufung von Bonan zum Geschäftsführer der neuen Verkehrsgesellschaft stimmen.    

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