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Mülheim. Kunst aus Kenia und Mülheim zeigt die Ausstellung „Mukuru – Mülheim“ von Adam Masava (Nairobi) und Hardy Bock (Mülheim), die in den kommenden Wochen zuerst in den ehemaligen Räumen der Klima-Initiative, Friedrich-Ebert-Straße 48, und im Anschluss, dann ausschließlich mit Bildern von Adam Masava, in der Evangelischen Ladenkirche, Kaiserstraße 4, zu sehen ist.

Adam Massava verbindet in seinem farbenfrohen Stil Tradition und Moderne. Zeitgemäß und ausdrucksstark stellt er Alltagsszenen aus seiner Nachbarschaft im Mukuru Slum und anderen Orten Nairobis dar. Eine Serie zeigt die „Hustlers in the Slum“ (Arbeiter im Slum), wie „Mama Chips“, die mit ihrem Imbiss eine lokale Größe ist. Die Motivreihe „Eyes in the Sky“ zeigt Mukuru aus der Vogelperspektive und nimmt auch die Schönheit des Ortes in den Blick. Adam Masava malt nicht nur, sondern gibt auch regelmäßig Kunstkurse in Mukuru und unterstützt eine Fußballschule, die sich für Kinder, die in Armut leben, engagiert. Mit seinen Bildern, über deren Entstehen er Ausstellungsbesuchern gerne berichtet, bringt der 30-jährige Künstler ein Stück aus dem Alltag der ostafrikanischen Metropole in die Stadt an der Ruhr.

Der Mülheimer Künstler Hardy Bock ergänzt die Ausstellung um einige Arbeiten, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, so gestaltete er zum Beispiel eine Fotoreportage zum Thema malerisch aus. Außerdem präsentiert er einige eigene Zeichnungen und illustrierte Gedichte.

Adam Masava möchte möglichst viele seiner Bilder verkaufen, während er in Mülheim ist. Mit den Erlösen unterstützt er die Fußballschule South B United Sports Academy. Dort trainieren rund 300 Kinder und Jugendliche, die nicht nur sportlich vom Fußball profitieren. Die Fußballschule engagiert sich besonders in Bildungs- und Präventionsarbeit, um den Gefahren von Kriminalität und Drogen vorzubeugen.

Ein gemeinsames Projekt der beiden Künstler gab den Anstoß zur aktuellen Ausstellung. Bis Ende Oktober realisieren Hardy Bock und Adam Masava die „Weltbaustelle Mülheim“. Die Weltbaustellen in vielen Städten landesweit sind eine Reihe von Urban-Art-Projekten des Eine Welt Netzes NRW, in denen lokale und internationale Künstler mit Kunst im öffentlichen Raum auf die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen aufmerksam machen. Lokale Veranstalter der Weltbaustelle Mülheim sind der Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) der evangelischen Kirche und das lokale Agenda 21 Büro.

GMÖ, die Mülheimer Initiative für Klimaschutz und das Agendabüro laden herzlich ein zur Vernissage am Freitag, 23. September, ab 19 Uhr (Einführung durch die Künstler um 20 Uhr) in den ehemaligen Räumen der Klima-Initiative. Zu sehen ist die Ausstellung dort vom 23. bis zum 30. September, montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 15 Uhr. Ab dem 4. Oktober zieht die internationale Bilderschau dann um in die Evangelische Ladenkirche und ist dort bis zum 14. Oktober montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags 11 bis 14 Uhr zu sehen. Am Freitag, 14. Oktober, 18 Uhr, laden die Veranstalter ein in die Ev. Ladenkirche zu einer Finissage mit Getränken und Musik und natürlich der Gelegenheit, die Künstler zu sprechen und Werke zu kaufen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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