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Mülheim. Am 30. September verwandelt sich das Ruhrgebiet bereits zum zweiten Mal in ein lebendiges Forschungslabor. Bei der diesjährigen „WissensNacht Ruhr” beteiligt sich erstmals auch Mülheim an der Ruhr mit allen Wissenschaftseinrichtungen (Hochschule Ruhr West, IWW Zentrum Wasser, MPI für Chemische Energiekonversion, MPI für Kohlenforschung, Kunstmuseum, Camera Obscura sowie dem zdi-Netzwerk Mülheim an der Ruhr) als Portalstandort. Fast vierzig verschiedene Angebote erwarten die Mülheimer Besucher an den drei Veranstaltungsorten HRW Campus, Kunstmuseum und Camera Obscura. Koordiniert wurde die Beteiligung der Mülheimer Einrichtungen und die Präsenz als Portalstandort von der Mülheim & Business GmbH im Auftrag der Stadt Mülheim an der Ruhr. 

Mülheim an der Ruhr lockt mit einer ganz eigenen „Wissensroute” durch die Stadt. Familien mit Kindern können unkompliziert an einem Abend gleich drei Veranstaltungsorte aufsuchen und so besonders viele Angebote nutzen. Zum Beispiel im Kunstmuseum Mülheim: dort erwarten die Besucher ab 16 Uhr Chemie zum Anfassen, Spaß mit flüssigem Stickstoff und viele MitmachExperimente rund um Farben, Brennstoffzellen und Energie. Möglich machen dies die beiden Mülheimer Max-Planck-Institute, die hier zeigen, dass chemische Grundlagenforschung viele Bezüge zu unserem Alltag hat und Spaß machen kann. Über die Sammlung Ziegler gelingt der Brückenschlag zur Kunst. Zeichnungs- und Drucktechniken können ausprobiert oder bei einer Museumsrallye das Kunstmuseum auf eigene Faust entdeckt werden. Ein weiterer Höhepunkt im Kunstmuseum ist die Dada-Soirée zur aktuellen Ausstellung „Hannah Höch. Revolutionärin der Kunst“.

Auch die Hochschule Ruhr West lockt mit zahlreichen Möglichkeiten für große und kleine Forscher. Geboten werden unter anderem Führungen über den modernen Campus an der Duisburger Straße, die einen interessanten Blick hinter die Kulissen der neuen Hochschule gewähren. Außerdem präsentieren sich in der Ausstellung „HRW Transfer” die verschiedenen HRW Institute mit ihren Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die im Rahmen der WissensNacht Ruhr erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. „Wissenschaft zum Anfassen“ lautet das Motto vieler Mitmach-Aktionen auf dem Campus, wie z.B. bei der Herstellung eigener Luftkissenfahrzeuge, dem Bau von Leonardo-Brücken oder dem Testen des eigenen ShoppingsVerhaltens im ShopLab. 

Zwei international bekannte Highlights auf dem Campus sind für große und kleine Besucher auch die AHHAA Science Center–Show aus Estland sowie das Gigantenorchester von Michael Bradke, die vom RVR nach Mülheim geholt wurden. Ebenfalls an der HRW lädt das IWW Zentrum Wasser unter dem Titel „Wasserwelt – Experimente rund ums kühle Nass” zur Teilnahme an Mitmach-Stationen zur Wasserreinigung sowie zu weiteren verblüffenden Experimenten, die sich mit den Eigenschaften des Wassers befassen, ein. Und eine brandaktuelle Frage kann von den Forschern des IWW auch wissenschaftlich beantwortet werden: Wie steht es um das Baden in der Ruhr?

Prof. Dr.-Ing. Gudrun Stockmanns, Präsidentin der Hochschule Ruhr West, freut sich über die Teilnahme der HRW an der ersten WissensNachtRuhr in Mülheim an der Ruhr: „Wir sind eine Hochschule in der Region für die Region und freuen uns, dass wir interessierten Bürgerinnen und Bürgern – aber auch Kindern und Jugendlichen – das Thema Wissenschaft näher bringen und Experimente und Forschung zum Anfassen an unseren beiden Campus anbieten können.“

Familientauglich und wissenschaftlich geht es ebenfalls in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films zu: Bis zur Dämmerung (ca. 18.30 Uhr) haben Wissbegierige dort zum Beispiel die Gelegenheit, selbst in die Kuppel der Camera Obscura zu schauen und gestochen scharfe Bilder zu sehen, die live durch die Öffnung in den „dunklen Raum“ projiziert werden. Rainer Robotta, der Entwickler der Mülheimer Camera Obscura-Periskoptechnik, erklärt um 19 Uhr anschaulich die Geschichte und die Besonderheiten der Anlage. Zu jeder vollen Stunde (bis einschl. 21 Uhr) wird der 7-minütige Trickfilm „Im Auge des Betrachters“ gezeigt, der von Schülerinnen und Schülern der Realschule Broich erarbeitet wurde. Eine Ausstellung zu den notwendigen Vorarbeiten dieses Films sowie kleine Vorträge rund um „Animierte Bilder“ runden das Programm ab.

Geboten werden bei der WissensNacht Ruhr 2016 insgesamt rund 300 Veranstaltungen an zwanzig verschiedenen Standorten in der Metropole Ruhr, darunter über 100  Mitmachaktionen, 31 Workshops, 12 Ausstellungen, 48 Vorträge, zahlreiche Laborführungen, Exkursionen und Science Cafés. 2014 feierte die WissensNacht Ruhr ihre erfolgreiche Premiere. Rund 400 Wissenschaftler begeisterten damals mehr als 8.000 Besucher mit einem vielfältigen Programm.

InfoKlick: www.wissensnacht.ruhr

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