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Oberbürgermeister Ulrich Scholten (Foto: privat)

Mülheim. Oberbürgermeister Ulrich Scholten ist tief enttäuscht über das Ergebnis der Verhandlungen in Sachen “Zukunft von Kaiser’s Tengelmann”: “Ich hätte mir mehr Solidarität der Mitbewerber von Karl-Erivan Haub gewünscht, um im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien zu handeln”. Er danke dem Mülheimer Unternehmenschef für seinen “langen Atem”, um am Ende vielleicht doch noch ein “sozial verträgliches” Ergebnis zu erzielen.

Die mögliche Zerschlagung des Mülheimer Lebensmittelkonzerns treffe aber nicht nur die Tengelmannmitarbeiter, “sie wird unmittelbare Auswirkungen auf die bisherigen Kunden und die Nahversorgung in den betroffenen Stadtteilen haben”, so der OB. In diesem Sinne habe er mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft M&B gesprochen, “sich in den Zukunftsprozess vermittelnd einzubringen”. Dies sagte M&B-Chef Jürgen Schnitzmeier zu.

“Traurig” mache ihn auch die Tatsache – so der OB – wenn zukünftig der “gute Namen” Tengelmann verloren ginge und damit die Tradition des Unternehmens Wissoll beendet sein werde.

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