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u201eAm Anfang war das Wortu201c … (Foto: privat)

Mülheim. „Am Anfang war das Wort“ heißt es bei der Präsentation der zum Reformationsjubiläum 2017 neu erscheinenden Lutherbibel. Präses Manfred Rekowski stellt dem Mülheimer Publikum am Donnerstag, 3. November, ab 18 Uhr, die Neufassung vor. Dazu laden die Evangelische Kirche im Rheinland und der Kirchenkreis An der Ruhr herzlich in die Evangelische Ladenkirche an der Kaiserstraße 4 in Mülheim ein.

Das Rahmenprogramm gestalten: David Wiskandt und das CVJM-Team „Die große Lesung“ sowie Jonas Josten mit Livemusik vom Piano. Das Fingerfood-Team aus der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn sorgt für kleine Snacks. Interessentinnen und Interessenten sind herzlich willkommen, das Team der Ev. Ladenkirche bittet um Anmeldung bis zum 28. Oktober unter Telefon 3056731 oder ladenkirche@kirche-muelheim.de.

Der Abend in der Ladenkirche lädt zur kreativen Auseinandersetzung mit der Bibel in traditioneller Fassung und neuen Übersetzungen ein. Die Buchhandlung Röder gestaltet einen Büchertisch. Wer mag, kann sich auch an der CVJM-Aktion „Die große Lesung“ beteiligen und einen oder mehrere Verse vor laufender Kamera einlesen. Aus den bei verschiedenen Gelegenheiten gesammelten Aufnahmen möchte das Filmteam des CVJM ein komplettes Neues Testament zusammenstellen.

Die Neufassung der Lutherbibel wird zum Auftakt der Feiern zum 500. Reformationsjubiläum am 30. Oktober 2016 in Eisenach den Gläubigen übergeben. Es ist wieder „mehr Luther drin“, das versprechen die Herausgeber der Neuedition. An der Überarbeitung waren über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt. Kriterien für die Neufassung waren: Genauigkeit gegenüber dem griechischen und hebräischen Urtext und Verständlichkeit im Rahmen des heute üblichen Wortschatzes, so wird etwa nicht mehr von der „Wehmutter“, sondern von der Hebamme gesprochen (Da ihr aber die Geburt so schwer wurde, sprach die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch diesmal wirst du einen Sohn haben. 1. Mose 35, 17). An anderen Stellen wird die für Luther typische kernige Wortwahl wieder neu betont. Im Verlauf der letzten Überarbeitungen waren vielfach sprachliche Modernisierungen vorgenommen worden, die die markante Sprache des Reformators verwischten.

Derzeit ist die zuletzt 1984 überarbeitete Lutherbibel der maßgebliche Bibeltext der Evangelischen Kirche von Deutschland und ihrer Landeskirchen. Die Lutherbibel geht zurück auf die Übersetzungen des Reformators und seiner Mitarbeiter zwischen 1521 und 1545. Daneben sind auch weitere Übersetzungen gebräuchlich. In jüngster Zeit erscheinen beispielsweise die „Bibel in gerechter Sprache“, auch an einer Bibel in leichter Sprache wird gearbeitet.

 

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