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Helmut C. Jacobs befasst sich auu00dfer mit der zeitgenu00f6ssischen Akkordeonmusik auch mit der heute weitgehend vergessenen Literatur fu00fcr Instrumente wie die englische Concertina oder das Harmonium (Foto: Frank Preuss)

Mülheim. Musik zwischen Himmel und Erde spielt Helmut C. Jacobs auf dem Akkordeon am Freitag, 4. November, um 19 Uhr in der Markuskirche, am Springweg 10.

Die „Musik zwischen Himmel und Erde“ beginnt mit einer Sonata und einem Fandango aus dem Spanien des 18. Jahrhunderts, also aus der Epoche des berühmten Malers Goyas. Es folgt das „Botany Play“, eine Programmmusik des schwedischen Komponisten Torbjörn Iwan Lundquist, der sich musikalisch mit Liebe zum Detail Sonnenblume, Bilsenkraut und vielen weiteren Gewächsen der Erde widmet, gefolgt von den „Wolkengedichten op. 17“ seines spätromantischen Landsmanns Bror Beckman. Weiter auf der musikalischen Spurensuche zwischen Himmel und Erde präsentiert Helmut Jakobs in der Markuskirche das „Pater Noster“ des jungen baskischen Komponisten Gorka Hermosa mit der Suche nach dem Himmlischen in einem Werk, in dem er viele neue, verblüffende Klangmöglichkeiten des Akkordeons (und des Akkordeonisten) für seine musikalische Sinnsuche nutzbar macht. Abgerundet wird der Abend durch eine Auswahl der Portraits des deutschen spätromantischen Komponisten Sigfrid Karg-Elert, der verschiedene Komponisten mit ihren je eigenen Stilen musikalisch porträtiert hat.

Über den Künstler: Helmut C. Jacobs, 1957 in Bonn geboren. Solistische Ausbildung bei Guido Wagner. Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Für ihn sind zahlreiche Solo- und Kammermusikwerke komponiert worden, und er hat zahlreiche CD-Produktionen gemacht. Helmut C. Jacobs befasst sich außer mit der zeitgenössischen Akkordeonmusik auch mit der heute weitgehend vergessenen Literatur für Instrumente wie die englische Concertina oder das Harmonium, die wie das Akkordeon die durchschlagende Zunge als Tonerzeugungsprinzip besitzen. Im März 2014 wurde Helmut C. Jacobs ans Central Conservatory of Music in Peking eingeladen, die führende Musikhochschule in China: Er gab dort ein Konzert, hielt Vorträge zur Geschichte des Akkordeons und unterrichtete eine Master Class. Seit 1997 ist Helmut C. Jacobs Professor für Romanistik/Literaturwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.

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