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Sind gespannt auf die Ideen der Gestfelder: Sozialamtsmitarbeiterin Jeannette Fritz und Jens Nuu00dfbaum von Stadt + Handel (Foto: privat)

Kamp-Lintfort. Startschuss für das Gestfeld: Die Stadt Kamp-Lintfort hat das Unternehmen Stadt+Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbH aus Dortmund mit der Erstellung eines Handlungskonzeptes beauftragt. Das hatte der Rat der Stadt in seiner Sitzung vom 15. März beschlossen. Das Konzept soll Handlungsempfehlungen aussprechen, wie die Nahversorgung im Stadtteil Gestfeld verbessert werden kann. Finanziert wird die Maßnahme aus Mitteln des Landesförderplans „Alter und Pflege“ des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA).

Die Verwaltung geht damit einen weiteren Meilenstein in ihrer Altenhilfeplanung an. Den Chancen und Herausforderungen, die eine älter werdende Gesellschaft mit sich bringt, stellt die Stadt Kamp-Lintfort sich bereits seit Jahren. Nach dem Stadtteiltreff Geisbruch und dem Kooperationsprojekt „Quartiersbüro Mitte“ zusammen mit dem Caritasverband Moers Xanten e.V. nimmt die Stadt jetzt das Gestfeld in den Blick. Ausgangspunkt des Konzeptes ist die Etablierung einer zentralen Begegnungsstätte für die Menschen im Stadtteil.

Der Treffpunkt soll sowohl dem Austausch unter einander dienen als auch Angebote aus Kultur, Sport, Bildung und Politik bereithalten. Ein weiteres Ziel wäre es, über den Treffpunkt die Nahversorgung anzubieten und sicherzustellen, zum Beispiel über einen Hol- und Bringe-Dienst. „Unser Ziel ist es, nachbarschaftliche Strukturen zu schaffen, in denen die Menschen gut versorgt alt werden können, nicht einsam sein müssen und aktiv am öffentlichen Leben teilhaben können“, erläuterten Sozialdezernent Dr. Christoph Müllmann und Sozialamtsleiter Franz-Josef Evers.

Als ersten Schritt führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadt+Handel noch in diesem Jahr eine telefonische Haushaltsbefragung im Gestfeld durch. Im weiteren Verlauf ist geplant, dass sich neben den Bewohnerinnen und Bewohnern auch weitere Akteure des Stadtteils wie der Runde Tisch Gestfeld, Einzelhändler, Wohlfahrtsverbände oder Schulen in die Konzepterstellung einbringen können.

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