Julia Urban (l.) und Elisabeth Weber (Foto: AWO)

Duisburg. Das FORUM Demenz berät und begleitet Betroffene und Angehörige in Duisburg. Die AWOcura hat diese Aufgabe nun auch für den Duisburger Westen übernommen.

Die Expertinnen der AWOcura, Julia Urban und Elisabeth Weber sind als Wegbegleiterinnen bereits für den Duisburger Süden und im Bezirk Innenstadt ansprechbar. Für den Duisburger Norden ist das Evangelische Christophoruswerk tätig. Das FORUM Demenz ist erreichbar unter Telefon: 0203 3095-676/675. Per E-Mail lassen sich ebenfalls Fragen stellen: forum.demenz@awocura.de

Elisabeth Weber erläutert, wie wichtig eine dauerhafte und begleitende Beratung gerade jetzt ist: „Die Umstellung auf Pflegegrade berücksichtigt nun auch die Diagnose Demenz. Was diese Neuregelung bedeutet, ist aber vielen Menschen nicht klar. Sie fragen sich: Was kann ich mit dem Geld eigentlich machen? Ist der Umstellungsbescheid richtig? Lohnt sich ein Antrag, habe ich jetzt eher eine Chance auf einen Pflegegrad?“

Das FORUM Demenz helfe da den Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen mit eine kleinschrittigen Begleitung weiter. Julia Urban: „Die Hilfsmöglichkeiten sind das eine. Das andere: sie müssen auch angenommen werden. Geld allein hilft ja nicht wirklich.“

Diese Unsicherheiten machen das FORUM Demenz zunehmend zum Ansprechpartner für Profis im Bereich der Pflegeberatung. „Wir helfen mit unserem Expertenwissen gern weiter“, so Elisabeth Weber. Dabei geht es nicht selten auch um persönliche Betroffenheit.

Die Expertinnen und Experten tauschen sich mit dem FORUM Demenz aus, wenn zum Beispiel ein Elternteil selbst diese Diagnose erhält. „Man weiß ja eigentlich alles, aber mit den eigenen Eltern ist es doch anders“, so beginnt das Gespräch dann oft. „Selbst die Profis in diesem Bereich  brauchen einfach jemanden zum Austausch und Mitdenken“, so Elisabeth Weber.

 

Einfache Tipps entlasten

Am Beginn jeder Beratung steht zunächst das Erkennen des Problems. Gemeinsam vereinbart man ein Treffen in der Seniorenberatung der AWOcura im AWO-Kranichhof in Wanheimerort. „Wir machen auch Hausbesuche, wenn es notwendig ist“, ergänzt Elisabeth Weber. Das erste Gespräch findet dann in der Regel ohne den Betroffenen statt. Immer geht es dabei nicht nur um formale Fragen, sondern auch um einen guten Umgang mit den demenziell veränderten Menschen. Einfache Tipps entlasten die Angehörigen.

Als Wegweiser zeigen die AWOcura-Expertinnen die kommenden Etappenziele auf. Stationen der konkreten Hilfe können sein: tägliche ambulante Pflege, Alltagsbegleitung, Tagespflege oder Betreuungsgruppen. Das FORUM Demenz vermittelt den Kontakt zu Angehörigengesprächskreisen wie sie die AlzheimerGesellschaft bietet.

Als Wegbegleiter helfen Julia Urban und Elisabeth Weber dabei, zum Beispiel einen Schnuppertag in einer Tagespflege zu vermitteln. Julia Urban: „Hilfe ist möglich. Das wollen wir vermitteln. Dieses Wissen entlastet Betroffene und Angehörige. Uns ist ganz wichtig, deutlich zu machen: Wir zeigen Wege zur Hilfe auf und wir gehen sie mit.“

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