Straßenbauarbeiten an der Gartenstraße (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)

Krefeld. Erstmals nach vielen Jahren investiert die Stadt Krefeld wieder in großem Maße in den Straßen, Rad- und Gehwegebau. „Wir haben allein im Straßenbau für dieses Jahr rund zehn Millionen Euro verplant. Damit können wir an vielen Stellen längst nötige Arbeiten durchführen“, sagte Hartmut Könner, der das Programm vorstellte. Der Leiter des Fachbereichs Tiefbau freute sich, dass weitere Straßenbau-Maßnahmen durch das „Kommunalinvestitionsförderungsgesetz NRW“ (KInvFöG) umgesetzt werden können. „Richtig froh sind wir, dass so bis 2020 Maßnahmen zum Umweltschutz mit 90 Prozent gefördert werden“, so Könner. Die Infrastruktur in Krefeld wird durch die verschiedenen Projekte deutlich verbessert.

Im Straßenbau ragen einige Projekte heraus: Auf der Moerser Straße (Husarenallee bis Heyenbaumstraße) wird ab dem Frühsommer für 500 000 Euro lärmoptimierter Asphalt eingebaut. Das gleiche geschieht im Sommer auf der Moerser Landstraße (von Hausnummer 396 bis Elfrather Mühle, 170 000 Euro). Ab den Sommerferien wird die Düsseldorfer Straße zwischen Floßstraße und Hafenstraße, inklusive der Kreuzung zur Hafenstraße angepackt. Dieses Teilstück ist das mit der höchsten LKW-Dichte in ganz Krefeld. Entsprechend wird ab den Sommerferien für 600 000 Euro Asphalt eingebracht, der der höchsten Belastungsklasse entspricht. Zudem wird ab Herbst an der Ecke Floßstraße/Düsseldorfer Straße für rund 780 000 Euro ein fünfarmiger Verteilerkreis gebaut. Die gleiche Summe kostet der Umbau der Neusser Straße von Gladbacher Straße bis Hansa-Centrum, der bereits läuft. Hier wird die Beleuchtung erneuert, es werden Spielgeräte, Poller und Bänke gebaut. „Ganz besonders wird der Straßenbau auf der Kölner Straße im Bereich des Helios-Klinikums. Hier weiten wir die Straße auf, erneuern sie und bauen neue Gehwege und eine neue Haltestelle. Viele Passanten nutzen diese Stelle für Wege zum Krankenhaus oder zur Fabrik Heeder oder zu weiteren angesiedelten Objekten. Das Projekt, das im Herbst beginnt, kostet 2,5 Millionen Euro und wird zu 65 Prozent gefördert“, so Könner. Etwas früher wird der Oldenburger Weg zwischen den Nummer 1 und 49 fertiggestellt (200 000 Euro). Dringend nötig ist auch der Straßenbau auf der Wilhelmshofallee von Moerser Straße bis Jentgesallee, der im Herbst beginnt und 500 000 Euro kostet.

Rund um das Kaiser-Wilhelm-Museum geht es weiter: Der Platz davor wird der Planung entsprechend umgebaut, hinter dem Museum wird die Straße erneuert. Auf der Marktstraße fallen einige Ampeln weg, Zebrastreifen und Tempo 30 zwischen Breite Straße und Hubertusstraße sollen für einen harmonischeren Verkehrsfluss sorgen. Insgesamt werden 2,2 Millionen Euro investiert, im Herbst ist Baubeginn. Für den Schroersdyk rechnet Könner mit den politischen Beschlüssen im Sommer, so dass im Spätherbst Baubeginn sein könnte, veranschlagt sind 700 000 Euro. Sobald die Arbeiten für die Versorgungsleitungen an der Moerser Straße bei Marcelli beendet sind, kann der 40 000 Euro teure Umbau der Kreuzung beginnen. Dann wird es möglich sein, die Linksabbieger in die Heyenbaumstraße zu passieren, ohne dass es einen Rückstau an der Ampel gibt. Auch für die Straßenunterhaltung hat der Stadtrat mehr Mittel als bisher genehmigt. Für knapp 1,5 Millionen Euro können 31 Fahrbahnabschnitte im Stadtgebiet saniert werden.

Erneuert und mit LED-Technik ausgerüstet werden zahlreiche Ampeln, und zwar an den Kreuzungen Glockenspitz/Kuhleshütte (73 000 Euro), St.-Anton-Straße/ Preußenring (140 000 Euro), Oppumer Straße/Dießemer Bruch (95 000 Euro) und Nauenweg/Martinstraße/Heideckstraße/Alte Gladbacher Straße (80 000 Euro). Fortgesetzt wird das laufende Straßenbeleuchtungs-Programm, das zwischen 2010 und 2019 ein Volumen von 37,5 Millionen Euro umfasst. Bislang wurden hier schon 20 Millionen Euro investiert, in 2017 kommen weitere sechs Millionen Euro hinzu.

Lärmoptimierten Asphalt erhalten die Marktstraße (Frankenring bis Karlsplatz, 500 000 Euro), die Hauptstraße (Heinrich-Klausmann Straße bis Fungendonk, 600 000 Euro) und die Bahnhofstraße (Am Röttgen bis Hohenbudberger Straße, 500 000 Euro). Optimiert wird der Verkehrsfluss mit dem Stichwort „Grüne Welle“ auf dem westlichen Teil des Stadtrings für rund 110 000 Euro und auf der Untergath für 135 000 Euro.

Radwegerneuerungen sind am Kirschkamper Weg (westlich Flugplatz, 70 000 Euro), am Steeger Dyk (zwischen Bruckersche Straße und Junkersdyk, 380 000 Euro) und an der Werner-Voß-Straße (zwischen Europaring und Emil-Schäfer-Straße, 260 000 Euro) in der zweiten Jahreshälfte vorgesehen. Die Neuanlage eines Radweges an der Anrather Straße östlich der Kreuzung Hückelsmaystraße sowie die Erneuerungen der Radwege Flünnertzdyk (zwischen Sprudeldyk und Nieper Straße, 220 000 Euro), Hafelsstraße (zwischen Oberbruch- und Illerstraße) sowie an der Traarer Straße (Werner-Voß bis Breslauer Straße, 100 000 Euro) und an der Gatherhofstraße (St.Töniser bis Meyerhofstraße, 260 000 Euro) sind ebenfalls für die zweite Jahreshälfte 2017 bis Anfang 2018 geplant. Freuen können sich Radfahrer über eine Fahrrad-Abstellanlage mit 60 Plätzen und zusätzlich abschließbaren Fahrradboxen am Bellenweg im Forstwald. Außerdem werden an Bahnhöfen und großen Haltestellen Fahrradboxen im Rahmen des VRR-Förderprogramms „Klimaschutz im Radverkehr“ aufgestellt. Die Planung hat Mitte 2016 begonnen und wird voraussichtlich im Juni abgeschlossen sein.

In 2016 wurden über das KInvFöG-Programm für 100 000 Euro an der Gartenstraße die Übergänge barrierefrei ausgebaut. Eine Fortsetzung erfolgt nun für rund 300 000 am Nordwall (20 Querungen), am Westwall (zwölf), an der Carl-Wilhelm-Straße (14), an der Dreikönigenstraße (15), an der Stephanstraße (21) sowie an der Lindenstraße und Wallstraße (sechs).

Im Ingenieur- und Wasserbau gibt es zwei große Maßnahmen: Der Kragarm der Rheinuferstraße wird auf einer Länge von rund 900 Metern für 700 000 Euro saniert. Baubeginn ist voraussichtlich im Herbst. Und auch das Hochwasserpumpwerk des Linner Mühlenbachs, das sich auf dem Firmengelände von Compo befindet, wird ab dem Spätherbst für 500 000 Euro saniert – ein wichtiges Projekt in Sachen Hochwasserschutz.

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