v.l. Bezirksausschussvorsitzender Dietmar Leyendecker, CDU Ratsmitglied Wolfgang Janßen, Technischer Dezernent Niklas Francke, Bürgermeister Thomas Görtz (Foto: privat)
Anzeige

Xanten. Es gibt Pläne das Amphitheater Birten umfangreich zu sanieren. Hierzu bringt die Verwaltung der Stadt Xanten eine Drucksache in die Ausschüsse und den Rat ein.

Im Vorfeld des Bezirksausschusses Birten informierten der Bürgermeister, Thomas Görtz, und die Verwaltung die beiden CDU-Ratsvertreter für Birten, Wolfgang Janßen und Dietmar Leyendecker gleichzeitig Bezirksauschussvorsitzender, über den Stand der Planungen hierzu.

Die Nutzung des Amphitheaters als Bodendenkmal aus der römischen Zeit zur Besichtigung und die Nutzung als Freilichtbühne als Veranstaltungsort sollen auch in Zukunft erhalten bleiben. Seit 2016 wird das Amphitheater jährlich im Sommer an drei aufeinander folgenden Wochenenden für die Aufführung einer Actiontheater- gruppe genutzt. Das Programm 2018 befindet sich bereits in Planung. Dörfliche Nutzungen finden sporadisch statt, wie zum Beispiel die Fronleichnamsprozessionen.

Sowohl die Holzbänke als auch die Betonfundamente sind aufgrund ihres Alters aber sanierungsbedürftig. Der Dienstleistungsbetrieb Stadt Xanten nimmt jährlich im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht entsprechende Arbeiten vor.

Weiterhin kümmert sich der Verein um die Pflege des Amphitheaters.

Ende 2016 beauftragte die Verwaltung ein Ingenieurbüro damit, für das Amphitheater Birten ein Sanierungskonzept samt Kostenschätzung zu erstellen. Dieses sollte die Besonderheiten des Bodendenkmals als Arena aus römischer Zeit berücksichtigen und gleichzeitig die weitere Nutzung als Veranstaltungsstätte gewährleisten.

Ziel ist es, die Arena – in einem finanziell darstellbaren Rahmen und mit der erforderlichen Zustimmung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege – so auszustatten, dass dort neben den jährlichen Actiontheateraufführungen, weitere Kleinkunstevents oder musikalische Veranstaltungen stattfinden können. Dies ist auch seit Jahren Ziel des Vereins Freilichtspiele Birten e.V., mit dem regelmäßig Gespräche erfolgen.

Nach Prüfung des Ingenieurbüros ist der Zustand des Betonbodens aber auch der Bänke sowie der Betonbefestigung im inneren Zuschauerbereich derart schlecht, dass ein kompletter Austausch angezeigt ist.

In einem weiteren Schritt stellen sich die Fragen, wie die Fläche auch bei dem bestehenden leichten Gefälle wieder hergerichtet und dauerhaft gut nutzbar sein wird (z.B. wassergebundene Fläche) und ob erneut mit fest installierten Sitzgelegenheiten oder mobiler Bestuhlung gearbeitet werden soll.

Beide Varianten haben, neben dem unterschiedlichen finanziellem Aufwand, Vor- und Nachteile beispielsweise bei den Folgekosten sowie der Praktikabilität, so dass zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine endgültige Entscheidung getroffen ist und weitere Abstimmungen mit dem Verein erfolgen sollen. Die Kosten für die Sanierung der Freilichtbühne belaufen sich nach jetzigem Kenntnisstand voraussichtlich auf ca. 150.000 bis 200.000 Euro. Eine genaue Kostenaufstellung kann erst nach Anfertigung konkreter Pläne erstellt werden. Angedacht ist auch aus dem Förderprogramm LEADER Region „Niederrhein, natürlich lebendig“ eine Förderung dieser Maßnahme zu erhalten.

Die beiden CDU-Ratsvertreter und die Verwaltung waren sich einig, dass die Sanierung eine notwendige und sinnvolle Investition für Birten und gesamt Xanten ist und die Gelder in den Haushalt 2018 eingestellt werden sollten.

Am Donnerstag dem 28.09.2017 wird der komplette Bezirksausschuss Birten in dem Amphitheater ab 19.00 Uhr sich ein Bild von dem Konzept zur Sanierung machen können, bevor er die Drucksache berät.

Beitrag drucken
Anzeigen