(Foto: pst)
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Moers. Der Weg zum Briefkasten oder zur Eingangstür des Rathauses ist für Sehbehinderte immer wieder eine einzige Stolperfalle. Radfahrer nutzen nämlich leider regelmäßig den Blindenleitstreifen als Abstellplatz.

Auch Heinz-Peter Maas muss diese Erfahrung häufig machen und landet mit seinem Taststock regelmäßig in Fahrradspeichen. Dabei hat die Stadtverwaltung den Bereich vor dem Briefkasten deutlich gekennzeichnet. Und eigentlich sollte die Bedeutung der weißen, geriffelten Streifen auch bekannt sein, meint die städtische Behindertenbeauftragte Kirsten Wortmann. „Die Blindenleitstreifen sind wichtige Orientierungshilfen für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie bekommen durch das System Unabhängigkeit und können sich im Alltag freier bewegen.“

Die Streifen dürfen nicht zugeparkt oder zugestellt werden. „Die Streifen freizuhalten heißt, Barrierefreiheit umzusetzen. Stellen Sie Ihr Fahrrad bitte immer weit genug weg vom Blindenleitstreifen“, so der Appell von Kirsten Wortmann.

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