Moderner Handwerksberuf mit Perspektive: Wer Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik werden möchte, findet jetzt noch freie Ausbildungsplätze (Foto: amh-online.de)

Rhein-Kreis Neuss. Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres können Jugendliche ins Handwerk einsteigen. Darauf weist die Kreishandwerkerschaft Niederrhein hin. „Einige Betriebe suchen noch Auszubildende“, sagt Hauptgeschäftsführer Paul Neukirchen.

Wer Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klimatechnik werden möchte, hat ebenso gute Karten wie junge Leute, die eine Ausbildung zum Elektroniker, Karosseriebauer, Maler oder Metallbauer machen wollen. „In diesen Berufen sind noch Plätze frei, aber auch im Fleischerhandwerk, bei den Dachdeckern, Maurern, Karosseriebauern und Tischlern“, berichtet Neukirchen. Die Kreishandwerkerschaft stellt gerne den Kontakt zu den Betrieben her. Interessenten wenden sich an Stefanie Van der Wielen, Tel. 02151-977842, wielen@kh-niederrhein.de.

Dass ihnen das Handwerk beste Zukunftschancen bietet, erkennen offenbar immer mehr Jugendliche, freut sich Paul Neukirchen. „Im Rhein-Kreis Neuss beginnen in diesem Jahr erneut deutlich mehr junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk“, berichtet der Hauptgeschäftsführer. Waren es Ende letzten Jahren insgesamt 352 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in den Handwerksbetrieben im Rhein-Kreis, so sind es 2018 bis jetzt schon 410 – ein Plus von 16 %. Auch in Krefeld und im Kreis Viersen ist die Steigerungsrate zweistellig. „Eine endgültige Bilanz ziehen wir zwar erst später, aber der Trend ist eindeutig, und wir erwarten in den nächsten Monaten noch einen weiteren Zuwachs“, erklärt Neukirchen.

Ein Grund für die steigenden Zahlen sei die intensive Nachwuchswerbung des Handwerks. Es spreche sich offenbar herum, dass eine Ausbildung im Handwerk attraktiv für junge Menschen sei, sagt Paul Neukirchen: „Ein Handwerker sieht abends, was er tagsüber gemacht hat, und erlebt gerade deshalb Erfüllung im Beruf. Und bei über 130 Handwerksberufen finden sowohl Jugendliche mit Mittlerer Reife oder einem guten Hauptschulabschluss als auch Abiturienten ihren Traumjob.“ Für eine berufliche Karriere brauche man jedenfalls nicht unbedingt ein Studium.

Ganz oben auf der Skala der beliebtesten Handwerksberufe steht auch in diesem Jahr der Kfz-Mechatroniker. „Auto und Technik faszinieren nach wie vor“, kommentiert Paul Neukirchen. Sehr beliebt seien auch anerkannt anspruchsvolle Berufe wie zum Beispiel der Elektroniker, der Anlagenlagenmechaniker oder der Tischler. „Hier finden junge Leute tolle technische Herausforderungen und damit auch gute Zukunftsperspektiven und Verdienstmöglichkeiten“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Unterschiedlich sei das Bild im Lebensmittelhandwerk. Viele Bäcker, Fleischer und Konditoren suchen Auszubildende. Aber, so Neukirchen: „Wir hören auch immer wieder, dass manche Betriebe mehr Bewerber haben als Ausbildungsplätze. Und die jungen Menschen selbst berichten, wie viel Spaß ihnen die Ausbildung im Bäcker-, Fleischer- oder Konditorhandwerk macht.“

Im Zweifel gelte, so Paul Neukirchen: „Einfach machen!“ Über ein Praktikum fänden junge Menschen sehr schnell heraus, ob ihnen ein Beruf gefalle.

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