Szene aus Michael Thalheimers „Otello“-Inszenierung im Opernhaus Düsseldorf, hier mit Zoran Todorovic als Otello (Foto: Hans Jörg Michel)
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Duisburg. In der Inszenierung von Michael Thalheimer wird Giuseppe Verdis Oper „Otello“ auf die Bühne des Duisburger Theaters gebracht. Am Donnerstag, 15. November, um 19.30 Uhr ist Premiere.

In einer hochkonzentrierten, abstrakten Bildsprache schärft der vielfach ausgezeichnete Theaterregisseur den Blick für die Psychologie, Emotionalität und Körperlichkeit der Figuren und setzt das Eifersuchtsdrama unter geradezu atemlose Spannung. Ein schwarzer Bühnenraum mit wenigen Requisiten und minimalistischen Lichteffekten genügt Michael Thalheimer, um aus dem Dunkel in Otellos Psyche einen dramatischen Sog zu entwickeln. Große Erfolge feierte seine mit Henrik Ahr (Bühnenbild), Michaela Barth (Kostüme) und Stefan Bolliger (Licht) entwickelte Inszenierung bereits in Antwerpen, Gent und Düsseldorf.

Im Theater Duisburg übernimmt Antonino Fogliani die musikalische Leitung der Duisburger Philharmoniker und des neu besetzten Sänger­ensembles: Gustavo Porta, ein Spezialist für die großen italienischen Tenor­partien, ist Otello. Simon Neal, der in Düsseldorf zuletzt als Wotan gefeiert wurde, verkörpert Otellos Gegenspieler Jago. Brigitta Kele gehörte von 2012 bis 2016 zum Ensemble und kehrt als Desdemona an die Deutsche Oper am Rhein zurück.

Bereits am Freitag, 2. November, um 18.00 Uhr öffnen sich die Türen zur Opernwerkstatt im Theater Duisburg: Chefdramaturgin Dr. Hella Bartnig spricht mit Ensemblemitgliedern über „Otello“ und gewährt den Besuchern Einblick in die Probe. Der Eintritt ist frei.

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