links: Solardach auf dem Kanalbetriebshof (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf, SEBD), rechts: Strom vom Dach in den Tank": Die Photovoltaikanlage produziert rund 10 Prozent des jährlichen Strombedarfs für den Regelbetrieb des Kanalbetriebshofes und betankt die dort vorhandenen Elektrofahrzeuge mit dem Sonnenstrom (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)
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Düsseldorf. Der Stadtentwässerungsbetrieb hat die erste städtische Photovoltaikanlage mit direkter Nutzung des erzeugten Stroms in Betrieb genommen. Auf dem Dach des Kanalbetriebshofs erzeugen ab sofort 96 monokristalline Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 30 Kilowatt (kWp) eine Jahresstrommenge von rund 30.000 Kilowattstunden (kWh). Das entspricht rund 10 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Betriebes.

Das Besondere der Anlage ist, dass der Strom nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, sondern die gesamte Menge im Regelbetrieb des Kanalbetriebshofs und des Klärwerks Süd direkt genutzt wird. Auch die dort vorhandenen Elektrofahrzeuge werden mit dem Sonnenstrom betankt.

“Mit der neuen Solaranlage wird der Stromeinkauf gedrosselt und damit die Tankkosten für die Fahrzeugflotte reduziert. Gleichzeitig wird das Klima um 9,4 Tonnen des schädlichen Klimagases Kohlendioxid entlastet. Somit ergibt sich eine Win-Win-Situation für den Betriebsstandort und die Umwelt,” sagt Stadtkämmerin Dorothée Schneider, die als Dezernentin auch für den Stadtentwässerungsbetrieb verantwortlich ist.

Möglich wurde die Errichtung der Anlage durch einen Zuschuss des Umweltamtes aus dem Klimaschutz-Etat. Die Stadt kommt mit der neuen Anlage ihrem mittelfristigen Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 wieder ein Stück näher. Klimaneutralität bedeutet für die Stadt eine Reduzierung der durchschnittlichen CO2-pro-Kopf-Emissionen von aktuell 7,7 Tonnen pro Jahr auf 2 Tonnen. Damit müssen die stadtweiten Kohlendioxid-Emissionen noch um 74 Prozent sinken.

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