Die Anschubfinanzierung für das „Second Stage-Projekt“ des SKF ist durch die Spenden beim Zonta-Benefizabend gesichert, freuen sich Anne Schneider (SKF-Vorsitzende), Bürgermeisterin Karin Meincke, Ulla Claßen (SKF-Präsidentin) und Tanja Himer (SKF-Geschäftsführerin). (Foto: Zonta Club Krefeld)
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Krefeld. Mit diesem Ergebnis kann der SKF (Sozialdienst Katholischer Frauen) Krefeld sein neues Projekt starten: Die traditionelle Benefiz-Veranstaltung des Krefelder Zonta-Clubs brachte jetzt einen Spenden-Erlös von 14 000 Euro. Dank einer Aufstockung von 1 000 Euro aus der Aktion beim „Lady’s Day“ auf der Krefelder Rennbahn konnte Zonta-Präsidentin Ulla Claßen insgesamt 15 000 Euro an Tanja Himer (Geschäftsführerin SKF) und Anne Schneider (Vorsitzende SKF) als Spendensumme übergeben.

Die Krefelder Zontians wollten mit ihrem diesjährigen 31. Benefiz-Abend eine Anschubfinanzierung für ein neues Projekt des SKF auf die Beine stellen. „Wir freuen uns, dass 230 Gäste uns unterstützen und sich mit großzügigen Spenden beteiligen. Auch viele Unternehmen aus Krefeld oder Willich helfen uns“, freut sich Ulla Claßen. Sie geht auch davon aus, dass sich die endgültige Summe noch erhöhen wird, weil es noch Spenden im Nachhinein gibt.

Tanja Himer und Anne Schneider stellten das „Second Stage-Projekt Schutzwohnung für von Gewalt betroffene Frauen“ vor. Ziel ist es, den Frauen einen Übergang aus dem Frauenhaus in eine eigene Wohnung und ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Dafür möchte der SKF eine Wohnung in der Innenstadt anmieten, in der drei bis vier Frauen mit ihren Kindern für einige Monate leben können. „Sie werden von den SKF-Pädagoginnen beim Aufbau eines neuen Lebens begleitet und unterstützt“, erklärte Tanja Himer. Anne Schneider informierte die Zonta-Gäste, dass sich in der Gruppe der Frauen, die in einem Frauenhaus Zuflucht suchen, Veränderungen zeigen. Es kämen auch junge Frauen, die aus der Gewalt in ihrer Familie oder vor einer Zwangsverheiratung fliehen. Andere würden von ihren Männern oder ihrem Umfeld bewusst klein gehalten. „Gewalt passiert immer noch vielfach unbemerkt“, so Schneider.
Karin Meincke, die als Bürgermeisterin der Stadt Krefeld die Gäste begrüßte, fand in ihrer Ansprache deutliche Worte. Es sei heute oft noch so, dass Gewalt gegen Frauen mit Alkohol oder sogar mit der Auffassung, dass sie von Frauen „selbst verschuldet sei“, entschuldigt werde. „Gegen eine solche Mentalität setzt der SKF ein Zeichen“, so Meincke – und die Zontians – ein Serviceclub berufstätiger Frauen – zeigten: „Erfolg im Beruf und soziale Sensibilität schließen sich nicht aus.“

Der Benefiz-Abend wurde humorvoll begleitet von Kabarettist Jochen Butz mit seiner Tochter Eva Schrader am Klavier.
Der nächste Termin: Am 16. Dezember laden die Zontians zum Weihnachtssingen in der Brauerei Schlüffken Nordbahnhof ein. Durch den Abend führt Moderator Stefan Verhasselt, mit den Damen des Chores femme chorale. Einlass ist ab 18 Uhr, gesungen wird ab 18.30 Uhr. Karten gibt es beim Gastwirt im Nordbahnhof.

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