Diesmal bringen die Sozialdemokraten das Night-Mover-Modell in den Kreistag ein: v.l. Gerd Drüten, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und Benedikt Lechtenberg, Vorsitzender der Jusos im Kreis Wesel (Fotos: privat)
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Kreis Wesel. Ein sicheres und flexibles Angebot für junge Menschen – das Night-Mover-Modell für den Kreis Wesel

Im Kreis Wesel ist es für junge Menschen an Wochenenden oder Feiertagen besonders schwierig, in den Abend- und Nachtstunden mobil zu sein. Mit dem Angebot Night-Mover 2.0 soll jungen Menschen im Kreis Wesel eine vergünstigte Möglichkeit eröffnet werden, sicher und flexibel von Veranstaltungen nach Hause zu gelangen.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat daher auch für den Kreis Wesel das sog. Night-Mover 2.0- Modell beantragt – ein Angebot, das der ähnlich ländlich strukturierte Kreis Kleve seit 2012 erfolgreich anbietet. Eine gleichlautende Initiative wurde schon vor wenigen Jahren auch durch die jungen Liberalen in den Kreistag gebracht. Dementsprechend erbost war der Kreisverband der JuLis über das “Abkupfern” der Jusos.

Und so funktioniert es: Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren können am Wochenende sowie an gesetzlichen Feiertagen und an Karneval (zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr des Folgetages) vergünstigt Taxidienste nutzen. Der Kreis bietet dafür pro Person und Fahrt mit dem Taxi einen Zuschuss an. Dabei sollen mehrere Gutscheine je Fahrt eingelöst werden können, was Gruppenfahrten für die Nutzer/innen mit gleichem Ziel weiter vergünstigt.

Die Gutscheine sollen die jungen Leute über eine Internetseite und über eine App nutzerfreundlich erwerben können.

„Diese Alternative ist sinnvoll, da ein ÖPNV-Angebot in den Abend- und Nachtstunden an Wochenenden/Feiertagen nicht wirtschaftlich angeboten werden kann.“, so Gerd Drüten, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. „Und mit Blick auf die Unfallstatistik ist es für junge Menschen eine sichere Alternative nach einem geselligen Abend nach Hause zu gelangen.“

„Wir sehen im Night-Mover-Modell eine konkrete Verbesserung für junge Menschen im Kreis Wesel. Mit dem ÖPNV gibt es bisher kaum Chancen, um zu Partys, Clubs oder Kneipen zu kommen, geschweige denn wieder nach Hause zu fahren. Das Night-Mover-Modell macht Hoffnung auf mehr Mobilität für Jugendliche und junge Erwachsene“, so Benedikt Lechtenberg, Vorsitzender der Jusos im Kreis Wesel.

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