CDU-Ratsherr Frank Heidenreich (Foto: privat)
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Duisburg. Ziel ist die Reaktivierung der Ratinger Weststrecke

Der CDU Ratsherr und Fraktionsvorsitzende im VRR, Frank Heidenreich, zeigt sich erfreut, dass es gelungen ist, sowohl ein wirtschaftliches Konzept sowie eine Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs in Duisburg zu erreichen. Der Betrieb der SPNV-Linie RB37 soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 eingestellt und durch ein alternatives Buskonzept ersetzt werden, so Frank Heidenreich.

Die Linie RB37 verkehrt aktuell im 60 Minuten-Takt zwischen Duisburg Hbf und DU-Entenfang und bedient zwischen den Endpunkten die Haltepunkte DU-Wedau und DU-Bissingheim. Der CDU-Politiker betont dabei, dass sie zu den nachfrageschwächsten SPNV-Linien im VRR gehört. Die Nachfrage bei der Linie ist in Summe so gering, dass ein SPNV-Betrieb nach Auslaufen des bestehenden Verkehrsvertrages ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 weder wirtschaftlich noch verkehrlich zu vertreten ist. Der VRR wird dabei die Finanzierung für das Busangebot übernehmen, dadurch wird es zu einem deutlich verbesserten Verkehrsangebot für die Fahrgäste entlang der Linie RB37 gegenüber dem Status quo kommen, freut sich Frank Heidenreich.

Den neuen Plänen nach wird dann, zwischen Duisburg-Bissingheim und DU-Innenstadt (über DU Hbf) täglich ein 30 Minuten-Takt im Busverkehr angeboten. Von Montag bis Freitag wird der 30‘-Takt in der Hauptverkehrszeit zwischen 6:00 Uhr und 09:30 Uhr sowie zwischen 16:00 Uhr – 19:00 Uhr auf einen 15 Minuten-Takt verdichtet. Der heutige 60 Minuten-Takt der dort verkehrenden Linie 928 ist in diesem Angebot integriert. Das Buskonzept bedient über den Hauptbahnhof hinaus die Duisburger Innenstadt mit den zentralen Bushaltestellen Tonhallenstraße, Lehmbruck-Museum, Friedrich-Wilhelm-Platz und Kuhtor, die im Vergleich zur Nutzung der RB37 dann umsteigefrei erreicht werden können. Durch die Umstellung der Relation auf ein Buskonzept können zwischen dem Ortskern Bissingheim und DU Hauptbahnhof annähernd die Reisezeiten der RB37 erreicht werden, zwischen Bissingheim und der Innenstadt sogar geringere Reisezeiten.

In der Summe bietet das alternative Buskonzept für die Bereiche DU-Wedau/Du-Bissingheim folgende Vorteile gegenüber dem Verkehrsangebot der RB37:

  • 30 Minuten-Takt täglich
  • 15 Minuten-Takt an Mo-Fr in der Hauptverkehrszeit
  • Direktverbindungen im15/30 Minuten-Takt in die Duisburger Innenstadt
  • Reisezeitverringerung Dorfkern Bissingheim – Duisburg Innenstadt
  • Angebotsverbesserung auch für DU-Neudorf.

Die Leistungen der derzeitigen SPNV-Linie RB37 sollen künftig durch die Erweiterung der ÖSPV-Linie 928 der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) erbracht werden. Zielvorstellung ist dabei besonders die Wiederinbetriebnahme der Ratinger Weststrecke. Dazu haben die Städte Duisburg, Düsseldorf, Ratingen, der Kreis Mettmann und der VRR bereits in einem ersten Schritt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und unterzeichnet, der die Durchführung und Finanzierung einer Voruntersuchung zur betrieblich-technischen Machbarkeit einschließlich einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorsieht, erläutert Frank Heidenreich. Es ist der Wille der Schwarz-Grünen Koalition im VRR, die Weststrecke wieder zu reaktivieren. Mit dem gemeinsamen Vorhaben wollen alle dem zunehmenden Verkehrsdruck entgegenwirken und treiben daher aktuell das Vorhaben voran. Die Machbarkeitsstudie ist vergeben und die o. a. Beteiligten begleiten das Gutachten fachlich. Mit ersten Ergebnissen wird Ende des ersten Quartals 2019 gerechnet.

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