(v.l.): Martina Tück und Stefan Schapfeld (Agentur für Arbeit Wesel), Polier Jens Meyer und Bauunternehmer Michael Müller auf einer Baustelle (Foto: privat)
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Alpen. Bei der Bauunternehmung Müller GmbH & Co. KG aus Alpen fallen die Erfahrungen sieben Monate nach der ersten Einstellung eines schwerbehinderten Mitarbeiters positiv aus und die Belegschaft steht dahinter. Polier Jens Meyer muss drei Mal wöchentlich zur Dialyse. Im Rahmen der bundesweiten Woche für Menschen mit Behinderung vom 3. bis 7. Dezember macht die Agentur für Arbeit Wesel verstärkt in der Öffentlichkeit auf das Thema – insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftebedarfs – aufmerksam.

Häufig sind Berührungsängste und Unsicherheiten auf Seiten der Arbeitgeber der Grund für die Zurückhaltung bei der Einstellung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Darüber hat sich Michael Müller, Geschäftsführer der Bauunternehmung Müller GmbH & Co. KG aus Alpen, hinweggesetzt. Als er einen Polier suchte, stellte er mit Jens Meyer einen Fachmann mit langjähriger Berufserfahrung ein. Dass sein neuer Mitarbeiter als Dialyse-Patient drei Mal pro Woche mittags die Baustelle verlassen muss, erfordert geänderte Abläufe im Betrieb, wie zum Beispiel derzeit auf einer Baustelle in Moers-Schwafheim. „Das muss man bei der Planung berücksichtigen.“ Dennoch fällt die Bilanz nach rund sieben Monaten positiv aus, und die gesamte Belegschaft steht dahinter, wie der Bauunternehmer berichtet. Unterstützt wurde er bei der Einstellung und der Beantragung von Fördermitteln durch Martina Tück, die im gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wesel und des Jobcenters Kreis Wesel Unternehmen bei der Einstellung von Bewerbern mit Handicap berät und begleitet. „Das war sehr hilfreich“, so Michael Müller.

Kontakt für interessierte Arbeitgeber: Telefon 0281/9620-357 oder per E-Mail an Wesel.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de. Kostenlose Hotline: 0800 45555 20.

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