(Foto: privat)

Oberhausen. Böll und Freiherr für Bezirksrunde qualifiziert / Sportlehrer Robert Jantze tritt Ruhestand an

„Der im Rahmen der Schulwettkämpfe in den jüngeren Jahrgängen gezeigte Nachwuchshandball hat aktuell wieder ein starkes Niveau“ resümierte Alfred Brandt, Fachleiter des Ausschusses für den Schulsport (AfS), nach den Handball-Stadtmeisterschaften der weiterführenden Schulen.

Drei Stadtmeistertitel wurden im Rahmen des Finaltages des Schuljahres 2018/2019 in der Sporthalle Biefang in den Wettkampfklassen (WK) IV (Jahrgänge 2006-2009) und II (2002-2005) der Jungen sowie in der WK III (2004-2007) der Mädchen ausgespielt. Bereits vor der Endrunde standen mangels Konkurrenz oder aufgrund von kurzfristigen Mannschaftsabmeldungen die ‚Sieger‘ in den WK III (Heinrich-Böll-Gesamtschule) und WK I (Sophie-Scholl-Gymnasium) der Jungen fest. Bei den Mädchen blieben die WK I, II und IV enttäuschender Weise ohne eine einzige Meldung unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr (16 Meldungen) nahmen nur 12 von den Schulen gemeldete Teams an den Wettbewerben teil.

Dennoch überzeugten alle drei ausgetragenen Finalrunden in jeder Beziehung. In der Dreier-Finalrunde bei den Jüngsten in der WK IV der Jungen setzte sich die von Sportlehrerin Heike May betreute Gesamtschule Weierheide mit zwei Siegen gegen die Heinrich-Böll-Gesamtschule (19-2) und die Friedrich-Ebert-Realschule (10-6) durch. Alfred Brandt attestierte insbesondere dem Spiel zwischen dem Stadtmeister und dem Vize-Stadtmeister, der Friedrich-Ebert-Realschule mit Coach Christoph Lenau, eine außerordentlich bemerkenswerte Leistung: „Was die beiden Jungenteams abgerufen haben, war in dieser Altersklasse sowohl technisch als auch vom Tempo her bemerkenswert!“.

Ebenso hatte das Endspiel bei den Mädchen in der WK III zwischen den Gymnasien Freiherr-vom-Stein und Sophie-Scholl ein ausgesprochen hohes Niveau. Sowohl individuelle Klasse als auch mannschaftliche Geschlossenheit auf beiden Seiten sorgten für ein kurzweiliges Endspiel-Derby, bei dem die Schülerinnen von Freiherr-Sportlehrer Robert Jantze mit einem 27-18-Erfolg das bessere Ende für sich hatten. Der Mannschaft scheint auch auf Bezirksebene einiges zuzutrauen zu sein. Aber auch das Vize-Stadtmeisterteam von Scholl-Sportlehrer Timo Gauselmann konnte stolz auf die gezeigte Leistung sein.

An Spannung nicht zu toppen war das Endspiel bei den Jungen in der WK II. In der kampfbetonten Begegnung zwischen der Heinrich-Böll-Gesamtschule und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wechselte die Führung bis zum 27-26-Endstand ständig hin und her. Allerdings musste durch eine Regelwidrigkeit dem Böll-Team der Sieg aberkannt werden, so dass dem Freiherr-Team mit Coach Janzte regelkonform die Stadtmeisterschaft zugesprochen wurde.

Alle Finalteams erhielten vom Ausschuss für den Schulsport die Siegerurkunden sowie Stadtmeister-T-Shirts der Stadtsparkasse Oberhausen.

Ein bisschen Wehmut kam auf, als der nunmehr 38 Jahre im Dienst des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums befindliche Robert Jantze seinen Abschied vom Schuldienst zum Ende des 1. Schulhalbjahres ankündigte. „Alles hat seine Zeit, wir konnten große Schulsporterfolge für das Freiherr feiern – und jetzt kommt ein neues Kapitel“ erklärte der Sportlehrer und Oberstudienrat, der in den Sportarten Handball und Badminton in knapp 40 Jahren zahlreiche Titel in Stadtmeisterschaften, Bezirksrunden und Landesfinals mit seinen Schulteams holen konnte. Auch Jantze‘s Ruhestand wird sportlich verlaufen, da er verstärkt seinen Hobbies  Yoga, Wandern, Spinning, Fitnessstudio und Tennis nachgehen will.

Am 16. Januar 2019 (Mädchen) und 23. Januar 2019 (Jungen) vertreten die Oberhausener WK II- und WK III-Titelträger die Stadt Oberhausen bei der in Duisburg angesetzten 1. Handball-Bezirksrunde gegen die Titelträger aus Duisburg und dem Kreis Wesel.

Beitrag drucken
Anzeigen