Thomas Büchel, Philipp Noack und Floriane Kleinpaß (beide im Hintergrund), Jens Winterstein, Ines Krug in der Inszenierung "Der Fall der Götter" nach dem Film "Die Verdammten" von Luchino Visconti; Regie: Jan Neumann (Foto: Martin Kaufhold)

Essen. „Der Fall der Götter“ am 29. Dezember zum letzten Mal im Essener Grillo-Theater

Als Meisterwerk hochgelobt, aber wegen seines Umgangs mit einem gerade in Deutschland sehr sensiblen Themas auch umstritten. Das waren die Reaktionen auf den Film „Die Verdammten“, nachdem er 1969 in die Kinos gekommen war. Regisseur Luchino Visconti erzählt in einer „opulenten Mischung aus Melodram, Faschismus-Analyse und Offenlegung moralischer Dekadenz“ (prisma) vom Verfall einer deutschen Industriellenfamilie zu Zeiten des Nationalsozialismus. In der Bühnenadaption von Hans Peter Litscher und unter dem Titel „Der Fall der Götter“ ist die Geschichte um die Familie deren von Essenbeck, die ein Stahlwerk-Imperium ihr Eigen nennt und für die die Essener Krupp-Dynastie Pate stand, am Samstag, dem 29. Dezember, 19:30 Uhr, zum letzten Mal im Essener Grillo-Theater zu erleben.

27. Februar 1933: Der greise Patriarch Baron von Essenbeck begeht gerade seinen Geburtstag im Kreise der Familie, als die Nachricht vom Reichstagsbrand eintrifft. Er reagiert sofort: Um sein Unternehmen zu sichern, ernennt er seinen Sohn Konstantin, Mitglied der SA und überzeugter Nationalsozialist, zu seinem Stellvertreter. Doch Sophie, die Witwe seines ältesten, im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohnes, verfolgt mit ihrem Liebhaber Friedrich Bruckmann und dem SS-Mann Aschenbach ganz andere Pläne: Sie wollen die Führung der Essenbeck-Werke an sich reißen. Ein erbitterter Kampf um den Erhalt des Familienunternehmens und persönliche Machtansprüche entbrennt.

In der Inszenierung von Jan Neumann spielen Thomas Büchel, Stefan Diekmann, Alexey Ekimov, Floriane Kleinpaß, Ines Krug, Stefan Migge, Philipp Noack, Jan Pröhl und Jens Winterstein.

Eintritt: € 14,00 – 29,00.

Kartenvorverkauf: Tel.: 0201/81 22-200, oder online unter www.schauspiel-essen.de

Diese Inszenierung am Schauspiel Essen wird gefördert von der Kulturstiftung Essen und durch eine Privatspende von Marianne Kaimer.

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