Zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses für Mobilität für Duisburg und den Niederrhein gehören duisport-Chef Erich Staake und DGB-Regionalgeschäftsführerin Angelika Wagner. V.l.: IHK-Präsident Burkhard Landers, Erich Staake, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Angelika Wagner (Foto: Niederrheinische IHK)

Duisburg/Kreis Wesel. Bis 2030 soll die neue Rheinbrücke Neuenkamp fertiggestellt, das Kreuz Kaiserberg saniert und die A59 sechsspurig ausgebaut sein: Die Zeitpläne für die großen Infrastrukturprojekte im Raum Duisburg sind eng getaktet. Um den Takt halten zu können, müssen die Baumaßnahmen zügig geplant und reibungslos umgesetzt werden. Dafür wurde heute, 14. Januar, das Bündnis „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“ bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve gegründet.

„Wie wichtig eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur für den Wohlstand in unserer Region und die Mobilität der Menschen ist, muss stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden“, erläutert IHK-Präsident Burkhard Landers die Motivation für das Bündnis. Zu den Gründern des Bündnisses zählen neben der Niederrheinischen IHK auch der DGB Niederrhein, Straßen.NRW sowie zahlreiche regionale Unternehmen aus Industrie und Logistik.

A40-Rheinbrücke steht zunächst im Fokus

Unter diesem Dach wird es verschiedene Aktionen und Maßnahmen geben, mit denen die Partner um Verständnis und Akzeptanz für die Entwicklung der Infrastruktur werben. „Mit unserem Bündnis wollen wir dazu beitragen, die Planung vor Ort zu beschleunigen, indem wir Vorbehalte durch Aufklärung und Beteiligung abbauen“, so Landers. Der geplante Neubau der A40-Rheinbrücke Neuenkamp steht zunächst im Fokus. Ende des vergangenen Jahres ist der Planfeststellungsbeschluss – nur ein Jahr nach Einreichung der Unterlagen – unterzeichnet worden.

Wüst: „Kommunikaktion spart Zeit“

Mit dem Bündnis „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“ unterstützen die Gründer eine Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Das landesweite „Bündnis für Mobilität“ wirbt für eine zukunftsweisende Infrastruktur und will die Interessen der Öffentlichkeit früher miteinbeziehen. So soll die Akzeptanz der Bevölkerung für große Infrastrukturprojekte gewonnen werden. „Wir beteiligen Bürger und Verbände heute früher“, so NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Gründung des regionalen Bündnisses. „Wir investieren am Anfang mehr in Kommunikation. Das spart in den Prozessen nach hinten raus Zeit. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist Voraussetzung für Wirtschaftswachstum. Wir machen Tempo, damit die Anliegen der Stadt Duisburg vorankommen.“

Staake: „Wir kämpfen gegen die Belastung des Verkehrs“

Um ihrem gemeinsamen Anliegen Nachdruck zu verleihen, haben die Bündnispartner heute gemeinsam ein Memorandum unterzeichnet. Zu den Erstunterzeichnern zählt auch der Vorstandsvorsitzende des Duisburger Hafens Erich Staake. „Auf der einen Seite sind wir Teil einer Expansion des Verkehrsaufkommens und auf der anderen Seite kämpfen wir gegen die Belastungen, die schon das bestehende Maß an Mobilität für die Bevölkerung in Duisburg und Umgebung bedeutet. Wir wollen deshalb unseren Beitrag leisten, für eine gute und sichere Infrastruktur mit starken Verkehrsadern und klugen Bypässen, gerade um Akzeptanz bei der Bevölkerung für die Logistik zu erhalten“, sagt duisport-Chef Staake.

Die ersten Aktionen hat das Bündnis für das Frühjahr 2019 angekündigt.

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