Die Mitarbeitenden der Aidshilfe Oberhausen, links David Kalberg, rechts Cora Nagorny (Foto: Alexander Lenz)
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Oberhausen. Am 8. April findet in Oberhausen vormittags eine Beratungsstellen-Rallye zum Thema Sexuelle Gesundheit für Schüler*innen statt. In Kleingruppen können Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 10 die Innenstadt erkunden, gehen Hinweisen nach und lösen kleine Rätsel. Sie lernen so, verschiedene Beratungsstellen und Ansprechpartner*innen rund um die Themen HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Infektionen, Sexualität, Partnerschaft, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Schwangerschaft, Verhütung sowie sexualisierte Gewalt kennen. Wie der Name schon vermuten lässt sollen bei jeder Station Selfies als gemeinsame Erinnerung an diesen besonderen Aktionstag gemacht werden. Wurden alle Stationen gefunden, erwartet die Schüler*innen am Ende eine kleine Belohnung.

„Wir wollen jungen Menschen auf niedrigschwellige Art und Weise das Beratungsangebot in Oberhausen näherbringen und Hemmschwellen abbauen, damit sie im Ernstfall wissen, an welche Stellen sie sich wenden können, z.B. bei einer ungeplanten Schwangerschaft, einer befürchteten HIV-Infektion oder wenn sie Opfer von sexualisierter Gewalt werden“, erklärt Lena Steverding, Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes und Mitglied im sexualpädagogischen Netzwerk. „Gleichzeitig fördert der Aktionstag die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen und trägt zum Abbau von Diskriminierung in Oberhausen bei. Junge Menschen erhalten Einblicke, die dazu führen können, eigene diskriminierende Denk- und Handlungsweisen zu hinterfragen. So kann zum Beispiel der Kontakt zum LSBT*-Jugendtreff (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queer) oder zur Aidshilfe dazu führen, dass Vorurteile gegenüber diesen Institutionen oder den Zielgruppen abgebaut werden“, ergänzt Cora Nagorny, Mitarbeiterin der Aidshilfe und ebenfalls Mitglied im sexualpädagogischen Netzwerk.

Organisiert hat den Aktionstag das sexualpädagogische Netzwerk Oberhausen bestehend aus Pro Familia, Frauen beraten/Donum Vitae, Schlau, Aidshilfe und der Test- und Beratungsstelle für HIV, Aids und STI des Gesundheitsamtes. Bei dem Aktionstag sind außerdem noch das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Oberhausen, die Frauenberatungsstelle, der LSBT*-Treff nO.name und die Ruhrland-Apotheke beteiligt. Gefördert und unterstützt wird der Aktionstag durch den Gleichstellungsausschuss der Stadt Oberhausen.

Oberhausener Schulen können Schüler*innen-Teams anmelden. Interessierte Schulklassen können sich bei der Aidshilfe telefonisch unter 0208 810 69 273 oder per E-Mail an cora.nagorny@aidshilfe-oberhausen.de melden.

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