v.l. Klaus Radny, Wolfgang Samozerwski, Heinz Horn, Günter Funke, Stephan Schwarz (Foto: privat) 

Duisburg. Einmal im Jahr trifft sich der Ortsverband der Christdemokraten für Homberg und Hochheide zur Jahreshauptversammlung und lässt das vergangene Jahr Revue passieren. Am vergangenen Donnerstag war es wieder soweit: die CDU Homberg lud zur Versammlung mit Neuwahl des Ortsvorstandes ein. Bevor es jedoch zur Wahl kam, berichtete der Vorsitzende, Klaus Radny, über das vergangene Jahr.

Radny, der auch das Amt des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters inne hat, berichtete den anwesenden Mitgliedern aus erster Hand: Sanierungsgebiet Hochheide, Nahversorgung in den Haesen, Maßnahmen aus dem KiDu und die hiesige Hubbrücke waren die brisanten Themen. „Hier hat die Stadt und die SPD versagt!“, so Radny eindeutig. „Nachdem in Hochheide das Sanierungsgebiet beschlossen wurde, haben Oberbürgermeister Link und SPD-Bundestagsabgeordneter Özdemir, die sich gerne mit ihren Aktivitäten brüsten, wenig erreicht. In der Neugestaltung des Ortskerns sind keine nennenswerte Erfolge zu verzeichnen.“ Auch die Situation, dass nun der erste ‚Weiße Riese‘ gesprengt wurde, macht die Situation nicht besser. „Es gab den Ansatz, alle Hochhäuser zu entfernen. Jetzt soll allerdings nur noch ein weiteres Gebäude gesprengt werden und der Rest, so scheint es, bleibt. Das macht keinen Sinn“, zeigt sich der CDU-Chef enttäuscht.

Auch der Beschluss, die Fläche als reine Grünfläche zu gestalten, hat an Kritikpunkt innerhalb der Partei nicht verloren. Wenn dieser Beschluss umgesetzt werden soll „brauchen wir ein bezahlbares Betreiberkonzept; eine Handlungsidee, wie Betrieb, Pflege und Verkehrssicherung gewährleistet wird“, meint der stellvertretende Vorsitzende, Benjamin Heimann. „Das ist jedoch nicht in Sicht und ich vermute, dass es sich auch nicht bezahlen lässt. Hier muss man Optionen prüfen, die auch in einer Änderung des Förderbescheids münden können. Hier scheint die Stadt und der Bezirk unter sozialdemokratischer Führung allerdings in Schockstarre zu sein.“ Stattdessen bieten sich nach Meinung der Christdemokraten andere Projekte, wie beispielsweise der Neubau der Stadtsparkasse, an.

In den Haesen läuft desweilen einiges nicht so, wie es laufen sollte: die Nahversorgung ist nicht dauerhaft gewährleistet und die neue Baumbepflanzung auf der Halener Straße erinnert an einen Schildbürgerstreich. Der Erhalt des Edeka-Marktes, für den die CDU seit geraumer Zeit kämpft, ist weiterhin unklar, obwohl es nur daran scheitern könnte, wenn die Stadt Duisburg und die GeBaG an Ihren Plänen zur Bebauung der aktuellen Parkmöglichkeiten festhält. „Wenn die Senioren mit ihrem Rollator dort nicht mehr einkaufen können, wo dann?“, fragte eine Seniorin laut in die Versammlung.

Aber auch die Bepflanzung mit neuen Baumscheiben führt zwangsläufig zu einem Chaos: „Wenn sich Busse und Autos entgegenkommen, dann geht gar nichts mehr!“, weiß Schatzmeister Harald Kückelhaus, der sich selbst zu den Betroffenen zählt. „Wenn dies bereits mit Bussen der Fall ist, dürfte es bei Einsatzfahrten von Feuerwehr und Rettungsdiensten lebensgefährlich werden!“

Es gab aber auch erfreuliche Themen, wie beispielsweise die Ehrung der Jubilare. Gleich vier Jubilare bekamen feierlich eine Urkunde und eine Ehrennadel überreicht. Günter Funke und Heinz Horn hielten der CDU bereits seit 50 Jahren, Wolfgang Samozerwski und Stephan Schwarz seit 40 Jahren die Treue.

Bei der Wahl des Vorstandes für die nächsten zwei Jahren gab es keine großen Überraschungen: Klaus Radny wurde als Vorsitzender bestätigt und wird weiterhin durch seine zwei Stellvertreter Gerhard Hilscher und Benjamin Heimann unterstützt. Harald Kückelhaus schreibt sich als Schatzmeister auch für die nächste Wahlperiode für die Finanzen des Ortsverbandes verantwortlich, Bastian Boehm wurde als Schriftführer und Wolfgang Krüger als Mitgliederbeauftragter im Amt wiedergewählt. Ergänzt wird der Vorstand um die Beisitzer Wolfgang Samozerwski und Stephan Krüger. Neu als Beisitzer rückt der Vorsitzende der Jungen Union Duisburg-West, Tom Janssen, in den Vorstand.

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