Illegal entsorgter Abfall im Baerler Busch (Foto: Polizei)

Moers. Nach den medialen Berichten über Müll an Wochenenden im Moerser Park, dem wilden Entsorgen von alten Kühl- und Gefrierschränken im Baerler Busch und den (selbst gesehenen) entsorgten alten Fassadendämmungen an einem Acker an der Elisenstraße, kann es nicht mehr angehen, dass die Straftäter – und nichts Anderes sind es – ungeschoren davonkommen.

Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir unsere Umwelt nicht besser beschützen können?

  • Müll und Grillen im Moerser Park – Es ist dringend erforderlich, dass an entsprechenden Tagen umfassend kontrolliert wird. Die Aufnahme von Personalien bei Verstößen gegen die Parkordnung muss sofort mit hohen Busgeldern sanktioniert werden. Dazu einen dauerhaften Platzverweis aussprechen. Besucher haben beim Verlassen den Bereich dann auch ihren Müll mitzunehmen. Es kann nicht angehen, dass der Moerser Bürger dies dann durch seine Gebühren mit bezahlen soll. Auch hier gibt es Möglichkeiten der Personenkontrolle. Diese kommen meistens nicht mal aus Moers. Dagegen werden Hundebesitzer schon fast wie Schwerverbrecher behandelt.
  • Die von der ENNI (im Übrigen auch von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg) angedrohten Busgelder in Höhe von € 1000,- sollten zum Teil demjenigen zukommen, der diese Straftäter anzeigt oder zu deren Ergreifung führt. Die Höhe der Busgelder sollte deutlich erhöht werden.
  • Auch bei Auffindung von solchen wilden Entsorgungen, sollte die Bevölkerung mit finanziellen Angeboten zur Mitarbeit bei der Aufdeckung animiert werden. Letztendlich können die Kosten dem Verursacher auferlegt werden.

Hinzu kommt die von vielen angeprangerte Raserei auf (nicht nur) Meerbecker Straßen. Auch wenn dies lt. Dezernent nicht in der Planung ist, sollten die Bürger auf eine Lösung zur Verkehrsberuhigung drängen. Eine Tote auf der Bismarckstraße, mehrfache hohe Geschwindigkeitsübertretungen auf der Römer-, Blücher-, Moselstraße, etc., auf der Kirschenallee und wo sonst noch, sind nicht mehr hinzunehmen. Bauliche Veränderungen der Verkehrswege ist nicht nur eine Option sondern ein MUSS.

Gerade die Hauptstraßen in Moers, laden durch ihre Struktur geradezu zum Rasen ein. Dauerhafte Geschwindigkeitsmessungen mit stationären Blitzern, wären ein Anfang.

Die Nachtabschaltung (NAS) muss dringend revidiert werden. Dies hatten mehrfach Parteien in Ihren Wahlprogrammen in Aussicht gestellt. Einzig die Politiker sind auch hier ihren Vorwahlversprechen nicht nachgekommen.

Ungenügende Baustellenplanungen, einhergehend mit katastrophalen Umleitungen und massive Bauzeitüberschreitungen sprechen für suboptimales Know How.

Die Politik muss sich im Klaren sein, dass das Maß voll ist. Es sind nicht mehr hinnehmbare Fakten, die das Miteinander in Moers belasten.

 

Frank Volkmann
Moers

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