v.l. Rainer Enzweiler, Oliver Wittke MdB, Josef Hovenjürgen MdL, Annegret Kramp-Karrenbauer, Petra Vogt MdL, Dennis Radtke MdEP, Thomas Mahlberg, Bürgermeister Volker Mosblech (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)
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Duisburg. Nachdem schon die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley zum Wahlkampfauftakt in Duisburg begrüßt wurde und bevor die Grünen ihren Bundessprecher Robert Habeck an das Rhein-Ruhr-Delta in den Kampf um Wahlstimmen schicken, unterstützte jetzt die CDU-Bundes-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Parteifreunde auf dem König-Heinrich-Platz. Nach einem kurzen Stadt- und Marktrundgang mit der lokalen CDU-Spitze fanden die Reden von AKK und dem Kandidaten für das Ruhrgebiet, Dennis Radtke, zur Europawahl Anklang bei den über 500 Zuhörerinnen und Zuhörern.

Die Störung einer Gruppe kurdischer Demonstranten zu Beginn nutzte die Bundesvorsitzende der CDU als Steilvorlage um für ein demokratisches und friedvolles Europa der Nationen zu werben. Nur als geeintes Europa könne man die politischen und wirtschaftlichen Missstände und Herausforderungen meistern. Offene Grenzen sind ebenso wie Meinungsfreiheit und Solidarität Grundsäulen des heutigen Europas. Sichere und freie Wahlen seien weltweit nicht selbstverständlich. „Wir haben in Istanbul erlebt, dass eine demokratische Entscheidung gekippt worden ist, weil sie dem Staatspräsidenten nicht gepasst hat“, kritisierte Kramp-Karrenbauer. Eine starke Wahlbeteiligung am 26. Mai wäre auch ein Zeichen der Solidarität mit der türkischen Opposition.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)

In diesem Zusammenhang wies die CDU Bundesvorsitzende auf das Erstarken der Rechtspopulisten hin. Seltsam sei, dass diese obwohl sie ein gemeinsames Europa ablehnen, um den Einzug ins Europäische Parlament kämpfen. „Wir dürfen so etwas nie mehr zulassen“, verdeutlichte AKK engagiert in Erinnerung an die Widerstandskämpfer des NS-Regimes. Der Europaabgeordnete Dennis Radtke, erhielt dazu großen Anklang bei der Erklärung eines Exponats aus der Zollverein-Ausstellung: „Das Einmachglas mit abgekochtem Wasser einer Mutter um ihren neugeborenen Sohn zum Kriegsende ausreichend versorgen zu können, soll uns heute ein eindeutiges Zeichen sein, sich für Demokratie, Freiheit und Frieden einzusetzen.“ Man müsse daher dringend dem zunehmenden Rechtspopulismus in den Parlamenten entschieden entgegentreten.

„Gutes Wetter und das aufgeschlossene zahlreiche Publikum boten eine gute Atmosphäre für die ausdrucksstarken Reden von Annegret Kramp-Karrenbauer und Dennis Radtke. Duisburg hat heute starke Argumente für Europa erhalten“, resümiert ein zufriedener Thomas Mahlberg, CDU-Vorsitzender in Duisburg. „Europa hilft uns auch in Duisburg massiv weiter“, ergänzte Bürgermeister Volker Mosblech abschließend.

Christian Voigt/LokalKlick

v.l. Thomas Mahlberg, Parlamentarischer Staatssekretär Oliver Wittke MdB, Dennis Radtke MdEP (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)
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