(Foto: privat)

Krefeld. Die Krefelder CDU hat auf ihrem Kreisparteitag im Stadtwaldhaus ihren Vorstand neu gewählt. Der Kreisvorsitzende Marc Blondin MdL wurde mit 87,4% der Stimmen für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Ihm stehen wie bisher Kerstin Radomski MdB (89,5%) und Stefan Galke (84,2%) als Stellvertreter zur Seite. Kreisschatzmeisterin bleibt Elona Hubrach-Verhasselt (98,9%), als ihr Vize amtiert auch künftig Timo Kühn (94,3%). Auch die Kreismitgliederbeauftragte Angelika Brünsing (86,0%) wurde wiedergewählt.

In seiner Rede betonte der alte und neue Kreisvorsitzende, die zentralen Weichenstellungen für Krefelds Zukunft seien in der Amtszeit von CDU-Oberbürgermeistern getroffen worden. „Doch die wichtigen Entscheidungen für Krefelds Zukunft, die jetzt gefällt werden müssen – sie fallen nicht“, so Marc Blondin. Beispielhaft nannte er die Themen Stadtwaldhaus, Grotenburg, Freibad Hüls und Sportanlage Horkesgath.

Blondin betonte, es sei das erklärte Ziel der CDU Krefeld, aus der Kommunalwahl 2020 als stärkste Kraft hervorzugehen. Gleichzeitig hob er heraus, dass er die meisten Anknüpfungspunkte mit der FDP sehe: „Unsere beiden Parteien, – das zeigt sich ja in der hervorragenden Zusammenarbeit auf Landesebene – eint mehr, als sie trennt. Und so kann ich mir zukünftig eine engere Zusammenarbeit in Krefeld durchaus vorstellen“.

Gastredner auf dem Kreisparteitag war Landesinnenminister Herbert Reul, der von den anwesenden knapp einhundert Delegierten mit lang anhaltendem Beifall gefeiert wurde. In Anwesenheit von Krefelds Polizeipräsidenten Rainer Furth legte Reul ein klares Bekenntnis zur NRW-Polizei ab. Bei der Personalausstattung habe die Landesregierung schon deutliche Akzente gesetzt“, unter anderem durch die Erhöhung der Ausbildungszahlen „bis an die Kapazitätsgrenze“. Doch auch die räumliche Ausstattung werde verbessert, versprach der Minister: „Ich habe bei Amtsübernahme Polizeiwachen mit Ratten und Schimmel angetroffen“, beklagte Reul. „Nun gibt es in den kommenden fünf Jahren ein Investitionsprogramm, das unseren Polizistinnen und Polizisten adäquate Arbeitsbedingungen verschafft“. Reul lobte das neue NRW-Polizeigesetz, das die intensivierte Überwachung von Gefährdern ermögliche, die Grundlagen für strategische Fahndung schaffe und auf Bodycams zu Deeskalation setze. Es gebe aber auch noch Handlungsbedarf, so der Minister vor den CDU-Delegierten: „Wir müssen noch nachlegen bei der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie zwischen den Ländern untereinander“, stellte Reul ein weiteres Ziel heraus.

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