Den Diamantenen Meisterbrief erhielt Heinrich Feuls (2.v.r.) ohne Prüfung. von links: Laudator Franz-Josef Borgmann, Elisabeth Feuls, Innungs-Obermeister Franz-Josef Schulte, Heinrich Feuls und Dr. Michael Oelck, Hauptgeschäftsführer des LandBauTechnik-Bundesverbandes (Foto: privat)
Anzeige

Kamp-Lintfort/Alpen. Heinrich Feuls aus Kamp-Lintfort feierte Jubiläum

Ein Urgestein des Landmaschinenmechaniker-Handwerks feierte jetzt ein besonderes Jubiläum: Vor gut 60 Jahren legte Heinrich Feuls (85) aus Kamp-Lintfort seine Meisterprüfung ab.

Den Diamantenen Meisterbrief erhielt der Ehrenobermeister der Innung für Land- und Baumschinentechnik Niederrhein während der Fachtagung LandBauTechnik, die beim Unternehmen Lemken in Alpen stattfand. Franz-Josef Borgmann, Ehrenpräsident des Fachverbandes Land- und Baumaschinentechnik NRW, und Innungsobermeister Franz-Josef Schulte überreichten die besondere Auszeichnung. Zu den Gratulanten gehörte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Mit einer Lehre als Schmied, wie schon sein Vater, startete Heinrich Feuls 1948 in das Berufsleben. Ab 1968 leitete er rund 37 Jahre lang das Familienunternehmen an der Dorfstraße in Kamp-Lintfort, das sein Großvater 1910 als Schmiede- und Landtechnikbetrieb gegründet hatte. Mehr als 50 Auszubildende erlernten bei ihm ihren Beruf. 2005 übergab er das heute geschlossene Unternehmen an seinen Sohn Peter Heinrich.

Über Jahrzehnte engagierte sich Heinrich Feuls ehrenamtlich für das Landmaschinenhandwerk. 26 Jahre lang war er Obermeister der damaligen Innung des Landmaschinenhandwerks Moers-Wesel. In dieser Zeit gestaltete er den Zusammenschluss der vier niederrheinischen Innungen mit. Darüber hinaus war Feuls unter anderem Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Moers bzw. ab 1975 der Kreishandwerkerschaft Kreis Wesel, für die er von 1991 bis 1996 auch das Amt des stellvertretenden Kreishandwerksmeisters übernahm. Er gründete die Bundes-Fachgruppe Motorgeräte im Bundesverband mit, war sieben Jahre ihr Vorsitzender und ist heute Ehrenvorsitzender. Für seine Verdienste wurde Heinrich Feuls mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Handwerkskammer Düsseldorf – hier gehörte er 32 Jahre lang dem Meisterprüfungsausschuss an. „Eine großartige ehrenamtliche Leistung“, sagte Franz-Josef Borgmann in seiner Laudatio.

Noch länger als Meister ist Heinrich Feuls Ehemann: Vor 61 Jahren heirateten er und seine Frau Elisabeth. Die beiden kennen sich schon seit fast 80 Jahren. „Wir haben ab 1940 nebeneinander auf der Schulbank gesessen“, erzählt Feuls. Das Paar hat zwei Söhne und eine Tochter. Wer sein Leben lang so aktiv war wie Heinrich Feuls, der rastet auch mit 85 nicht. „Fahrradfahren, Wassergymnastik, Krafttraining und Dehnen“ – so beschreibt der Jubilar sein Fitnessprogramm. Außerdem arbeitet er im Garten, liest viel und fährt gerne mit seiner Frau an die See.

Beitrag drucken
Anzeigen