Dr. Stefani Granetzny (links), Chefärztin der Klinik für Radiologie, tritt zum Monatsende in den Ruhestand. Patricia V. Mebes (rechts), Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neus Kliniken, sprach bei der Verabschiedung ihren Dank aus und gab der Medizinerin gute Wünsche mit auf den Weg (Foto: Rhein-Kreis Neuss Kliniken / S. Niemöhlmann)
Anzeige

Grevenbroich. Chefärztin Dr. Stefani Granetzny wechselt zum 31. August in den Ruhestand

Sie hatte sich eine schlichte Abschiedsfeier gewünscht, ohne „Chichi“ und bloß nicht zu steif, eher gesellig-fröhlich und schnörkellos – wie sie selbst eben: Und die bekam Dr. Stefani Granetzny, Chefärztin der Klinik für Radiologie im Grevenbroicher Elisabethkrankenhaus, die zum Monatsende in den vorgezogenen Ruhestand wechselt. Bei einem sommerlichen Grillfest nahmen Mitarbeiter und Weggefährten gern die Gelegenheit wahr, sich persönlich zu verabschieden. Doch nach auf den Tag genau 28 Berufsjahren an der von-Werth-Straße ließen Hausleitung und Kollegen es sich natürlich nicht nehmen, auf die Zusammenarbeit mit der verdienten Fachärztin zurückzuschauen.

Lediglich drei Jahre und damit nur ein kurzes Wegstück habe sie Dr. Stefani Granetzny begleitet, sagte Patricia V. Mebes, Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken, bei ihrer Begrüßung. „Als Oberärztin und Chefärztin haben Sie die Radiologie im Haus entscheidend geprägt“, betonte sie. Und so wie die Fusion der Kreiskliniken mit dem Neusser Lukaskrankenhaus für das Unternehmen eine Umbruchsphase bedeute, sei dies der Schritt in den Ruhestand für Dr. Stefani Granetzny persönlich.

Weit länger, nämlich rund 20 Jahre Zusammenarbeit verbinden Professor Lothar Köhler, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, und seine Chefarzt-Kollegin. Diese habe er als „exzellente klinische Radiologin“ kennengelernt, besonders aber „den Menschen Granetzny schätzen gelernt“, der den Balanceakt zwischen wahrheitsgetreuer Aufklärung und Einfühlung in den Patienten immer geschafft habe.

Seinen Dank für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit während der vergangenen elf Jahre sprach Dr. Jürgen Esser vom Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin (ZRN) aus. Als zuverlässig, dienstleistungsorientiert und zurückhaltend schilderte er Dr. Stefani Granetzny, die damit einen hohen Anteil am Erfolg der gemeinsamen ambulanten und stationären radiologischen Versorgung habe.

Sehr persönliche Worte fand Frank Deutzmann (ZRN), der nicht nur unterhaltsame Anekdoten über das erste Kennenlernen zum Besten gab, sondern auch die Entwicklung der Radiologie unter der Leitung von Dr. Stefani Granetzny skizzierte. So sorgte sie seinerzeit für das erste Computertomographie-Gerät (CT) im Grevenbroicher Krankenhaus.

Dr. Stefani Granetzny studierte von 1977 bis 1984 Medizin an der Universität Leipzig. Nach Stationen am Kreiskrankenhaus Rodewisch und der Robert-Rössle-Klinik der Akademie der Wissenschaften kam die zweifache Mutter 1991 als Oberärztin ans damalige Kreiskrankenhaus St. Elisabeth Grevenbroich, wo sie seit dem Jahr 2000 die Position als Chefärztin bekleidet. Patricia Mebes hatte ihr ein Zitat des Schweizer Publizisten Ernst Reinhardt mit auf den Weg gegeben: „Im Ruhestand muss man nicht mehr tun, was sich rentiert, sondern kann tun, was sich lohnt.“

Das sind für Dr. Granetzny Hobbies wie das Lesen, Reisen und Sport sowie gemeinsame Fahrradtouren mit ihrem Ehemann Andreas, Chefarzt einer thoraxchirurgischen Klinik. Besonders freut sie sich aber auf mehr gemeinsame Zeit mit ihren sechs Enkelkindern, von denen zwei in Kalifornien leben.

Das St. Elisabeth sei auch „ihr“ Krankenhaus. „Meine Kinder und ich wurden hier behandelt, und ich würde mich immer wieder dem Krankenhaus und der Kompetenz der Kollegen hier anvertrauen“, sagt Dr. Stefani Granetzny, die der Klinik wünscht, „dass die Fusion das bringt, was wir alle erhoffen“.

Beitrag drucken
Anzeige