Bernhard Sinzig (Foto: privat)
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Düsseldorf. Die World Masters Regatta der Ruderer fand in diesem Jahr auf dem Lake Velence in Ungarn statt. Für den Ruderclub Germania Düsseldorf waren Lisa Thiem, Franziska Birmes und Bernhard Sinzig am Start. Bernhard Sinzig wurde im E-Einer (55-59 Jahre) Zweiter seines Laufes. An die Germania gingen noch drei vierte Plätze und jeweils ein fünfter und siebter Platz. Ergebnisse waren jedoch beinahe nur Nebensache.

Klar ging Bernhard Sinzig an den Start, um seine Bestleistung abzurufen. Und freute sich auch über den zweiten Platz, dass sein Rennen gut lief. Aufregung vor dem Start gehörte ebenso dazu. Vor allem aber auch das genießen der spannenden Stimmung am Start, wenn die Nationen aufgerufen wurden: Hungary, Germany, Australia, … . „Das war schon etwas Besonders“, so Bernhard Sinzig, der erstmals bei den World Masters dabei war.

Er analysiert seine Leistung, relativiert. „Die zahlreichen Läufe mit etwa 200 Ruderern meiner Altersklasse haben in einer großen Zeitspanne stattgefunden, bei einem waren es mehr Böen, beim anderen weniger. Nicht zu vergleichen. Er ist aber auch stolz, kann seine Ergebnisse gegenüber anderen Ruderern zumindest ungefähr einschätzen, grob vergleichen. Zu Thomas Kemper (Sorpesee), der seinen Lauf gewinnen konnte, sei er über die Monate herangerückt, wenn eben nicht auf korrekte Sekunden messbar. Es sind aber mal 35 Sekunden Abstand zu ihm gewesen, in Ungarn waren es im indirekten Vergleich immerhin nur noch zwölf Sekunden.

„Ich habe mich verbessert, bin auf dem Weg. Ist aber noch nicht genug“, so der 57-Jährige gewohnt selbstkritisch. Klar ist aber auch, dass die Gegner oftmals ehemalige Leistungssportler sind, die er nicht als seinen Maßstab ansetzen kann.

Ein sportliches Highlight war der am fünften und letzten Wettkampftag spontan zusammengesetzte Mixed-Doppelvierer der drei Germanen plus Tom Snelinski (Sorpesee), wie der Düsseldorfer berichtet: „Das war sensationell. Wir sind ins Boot, zum Start und schon ging es los, ohne wenn und aber. Kein großes Einfahren. Keine Zeit für nix. Es gab einen Fehlstart, so hatten wir eine Chance für einen zweiten Start. Immerhin“ Es wurde der vierte von acht Plätzen.

Das Erlebnis insgesamt war es wert. Die Ruderwelt traf sich, um ein paar Tage gemeinsam wettzustreiten, aber auch gemeinsam Zeit an Land zu verbringen. Eine Mischung aus Lockerheit und Spannung. „Das war eine tolle Veranstaltung“, so Bernhard Sinzig.

Auch auswärtige Germanen waren bei den World Masters dabei, u.a. Olympiasieger Klaus Riekemann (79 Jahre, mehrfach Zweiter) und der dreifache Ex-Weltmeister Michael Buchheit (52 Jahre, u.a. siegreich im Achter).

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