Pfarrer Söffge als Herbert Knebel-Double (Foto: Wolfgang Scholz)
Anzeige

Duisburg. Seine Auftritte als Herbert Knebel-Double sind legendär und auch als Gitarrist der Swing and Blues-Band „Button Down“ macht Markus Söffge eine gute Figur. Doch vor allem ist er eines: mit ganzem Herzen Seelsorger, ein Pfarrer, der seinen Glauben überzeugend lebt und vertritt. Seit langem weiß das seine Gemeinde in Walsum-Vierlinden zu schätzen. Entsprechend schwer fällt der Abschied. Nach 20 Jahren in Vierlinden übernimmt Markus Söffge am 1. Advent eine neue Aufgabe. Er wird Pfarrer einer Kirchengemeinde im Essener Süden und rückt dadurch deutlich näher an den Arbeitsplatz seiner Frau Carolin Reichart, die als Dozentin in Wuppertal VikarInnen ausbildet. Lange Jahre hatte sich das Theologen-Ehepaar die Vierlindener Pfarrstelle geteilt, bis Pfn. Reichart in 2015 ihre Lehrtätigkeit aufnahm. „Auf Dauer waren die 60 km Fahrtweg doch eine zu große Distanz, um jeden Tag hin- und her zu fahren“, sagt Markus Söffge und nennt noch weitere Gründe. „Ich möchte die guten Erfahrungen, die ich in meiner ersten Pfarrstelle in Vierlinden gewonnen habe, noch einmal in einer neuen Gemeinde unter anderen Bedingungen einbringen. Wann, wenn nicht jetzt, wo unsere Kinder aus dem Haus sind, und mir noch gut 12 Jahre bis zur Rente bleiben.“

Natürlich fällt auch Pfr. Söffge das Abschiednehmen nicht leicht. Zahlreiche Bereiche der Gemeindearbeit tragen seine Handschrift. Ob es die „Gottesdienste für kleine Leute“ sind oder seine Besuche in den Kindertagesstätten, die Andachten für Menschen mit Handicaps oder der Vorsitz in der Evangelischen Arbeitnehmer Bewegung (EAB), sein Engagement im Presbyterium oder die Leitungsaufgaben im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Dinslaken, der Neubau der Johanneskirche oder der Einsatz in der Flüchtlingshilfe Walsum, überall hat Pfarrer Söffges freundliche und zugewandte Art überzeugt.

Am 3. November wird er im Gottesdienst in der Vierlindener Johanneskirche (14 Uhr) von Superintendent Friedhelm Waldhausen entpflichtet. Beim anschließenden Empfang hat die Gemeinde Gelegenheit zu Dank- und Segensworten für ihren langjährigen Seelsorger.

Beitrag drucken
Anzeigen