(Foto: Lisa Quick)
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Wesel. Das Marien-Hospital sorgt seit dem Jahr 2006 für eine würdevolle Bestattung von tot- und fehlgeborenen Kindern, die umgangssprachlich als „Sternenkinder“ bezeichnet werden. Bei jährlich drei gemeinsamen Bestattungen finden insgesamt etwa 150 Kinder pro Jahr ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof an der Caspar-Baur-Straße. Dort entstand jetzt eine neue Urnengrabstelle, die Pfarrer Stefan Sühling während einer Andacht einsegnete. Pflegedienstleiterin Sylvia Guth-Winterink und Krankenhaus-Seelsorgerin Katharina Mikolaszek trugen biblische Texte und Gebete vor, Violinistin Katharina Jarek-Knabe gab der Feier einen musikalischen Rahmen.

Naturstein-Stele

Die 3,50 mal 2,90 Meter große Urnengrabstelle ersetzt die bisherige Grabkammer auf dem Friedhof an der Caspar-Baur-Straße, die als Erinnerungsstätte erhalten bleibt. Die neue Fläche wurde dem Marien-Hospital kostenlos von der Stadt zur Verfügung gestellt mit der Maßgabe, die „Sternenkinder“ künftig einzuäschern. Diese Aufgabe übernimmt kostenlos das Krematorium Atrium in Waltrop. Die Firma Steinmetz und Bildhauerei Dopp aus Mehrhoog gestaltete die Einfassung der Urnengrabstelle und eine neue Naturstein-Stele mit der Inschrift „… die Liebe aber bleibt“ dorthin. Für die Bepflanzung sorgt dauerhaft die Sozialpsychiatrische Initiative Xanten (Spix) mit Sitz in Wesel.

In Nordrhein-Westfalen werden alle Tot- und Fehlgeborenen bestattet. Das Bestattungsrecht haben die Eltern, die es aber der Klinik übertragen können, die dann für eine Bestattung sorgt. Das Marien-Hospital übernimmt in diesen Fällen die Kosten. Die neu geschaffene Urnengrabstelle ist ein würdevoller Ort der Trauer und Erinnerung für Eltern und Angehörige von „Sternenkindern“.

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