Michael Pela am Moerser Bahnhof (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)
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Moers. Der Bürgermeisterbewerber der SPD, Michael Pela, hat klare Vorstellungen: Wenn die Umwelt geschützt werden soll, muss der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden. “Ich habe damals vom Repelener Markt bis zur Uni in Düsseldorf mindestens zwei Stunden gebraucht. Dabei habe ich die meiste Zeit innerhalb von Moers oder beim Versuch aus Moers wegzukommen investieren müssen. Die 911 oder 4 sind leider nicht mit den Fahrplänen der Nord-West-Bahn abgestimmt. Am Bahnhof angekommen, ging dann allerdings das Glücksspiel erst richtig los, Verspätungen und Zugausfälle waren nicht selten, bei Schneefall nahezu garantiert”, erinnert sich Pela an viele frustierende Momente.

Auf der einen Seite würde dies an einem Lokführermangel liegen, was bereits von der Politik angegangen wurde. Auf der anderen Seite gebe es allerdings auch die Problematik der Weichenstörungen. Eine Lösung des Problemes würde Pela darin sehen, die zukünftige Verbindung Kamp-Lintfort – Duisburg ebenfalls über den Moerser Bahnhof leiten zu wollen. Dadurch sei eine höhere Taktung der Züge zu erreichen, womit die Attraktivität für Pendler auf die Bahn umzusteigen, erheblich erhöht werden könnte. Weiterhin würden die Weichen häufiger genutzt werden, sodass gegenüber der DB-Netz ein weiteres Argument für eine Verbesserung der Weichenwartung entstehen würde.

“Die Attraktivierung des ÖPNVs ist durch den Preis der Tickets und die Schaffung von Zuverlässigkeit möglich. Da die Bundespolitik meiner Meinung nach dieses Ziel nicht konsequent verfolgt, habe ich das Langzeitziel auf kommunaler Ebene den Busverkehr in der Stadt kostenlos zu machen, dazu müssen allerdings zunächst die städtischen Finanzen angepackt und deutlich verbessert werden. Das Ziel soll nicht durch Steuererhöhungen realisiert werden”, erklärt der 30-jährige Jurist Pela. Als Zwischenziel würde er die Schaffung eines 1 € Tickets begrüßen.

Weiterhin schlägt Pela vor, elektrische “Motor-Vespas” nach dem Düsseldorfer Vorbild “Eddy-Sharing” auch in Moers anzubieten. Dadurch würde die Möglichkeit der ökologischen Fortbewegung steigen. Darüber hinaus sollen weitere Gespräche mit Fernbuslinienbetreibern geführt werden, um das momentane Streckennetz aus und nach Moers zu erweitern. Auch der Wunsch der Anbindung an den Radschnellweg soll nicht aus den Augen verloren werden. “Ökologische und zuverlässige Mobilität ist ein Thema, das von jung bis alt jeden betrifft. In Moers wurde der Klimanotstand ausgerufen, dieser müsse nun auch mit Maßnahmen belebt werden”, zieht Pela als Fazit.

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