Am KKO-Informationsstand informierten die Auszubildende Naira Pahlevanyan (r.) und Ausbildungsbeauftragte Maria Werner über die beruflichen Perspektiven als Gesundheits- und Krankenpfleger (Foto: privat)
Anzeige

Oberhausen. Die Gesundheits- und Pflegebranche bietet nicht nur Schülern sondern auch Menschen, die eine berufliche Umorientierung anstreben oder eine Arbeitsstelle suchen, interessante Möglichkeiten. Die Personalnot in diesem großen Sektor ist groß, die Chancen entsprechend gut. Welche Wege zum Ziel führen, darüber konnte man sich auf einer der größten Fachmessen der Region informieren. Und dabei auch gleich eine junge Frau kennenlernen, die aus eigener Erfahrung berichtet hat: Naira Pahlevanyan ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit 35 Jahren und Mutter von zwei Kindern noch einmal neu durchstarten kann.

Die diesjährige Pflege- und Gesundheitsmesse in Oberhausen bot eine gute Gelegenheit für die Besucher, mit den verschiedensten Anbietern ins Gespräch zu kommen. Über 30 Aussteller –  Ausbildungsbetriebe, Fachschulen und Universitäten – waren vor Ort, um auf die Berufe und die damit verbundenen Perspektiven aufmerksam zu machen. Auch das Katholische Klinikum Oberhausen engagiert sich in vielen Bereichen, um Menschen einerseits für den Pflegeberuf zu begeistern und ihnen andererseits den Einstieg zu ermöglichen. Erst im vergangenen Jahr wurde ein Modellprojekt gestartet, um qualifizierte Flüchtlinge zu integrieren. Darüber hinaus veranstaltet das KKO gemeinsam mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Oberhausen jedes Jahr einen Diversity-Tag, um Frauen und Männern mit Migrationshintergrund über das Thema „Arbeiten in der Pflege“ zu informieren. So kam auch Naira Pahlevanyan dazu, zunächst ein Praktikum im KKO zu absolvieren und dort anschließend eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin zu starten. Die Armenierin kennt nicht nur die kulturellen Besonderheiten von vielen Patienten. Sie kann ihre armenischen und russischen Sprachkenntnisse einsetzen, um Barrieren zu überwinden. „In Deutschland unterscheidet sich die Pflege in vielen Bereichen von meinem Heimatland“, berichtete die junge Frau. „Die kultursensible Pflege gewinnt in unserer multikulturellen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung und bietet Frauen und Männern mit Migrationshintergrund tolle berufliche Perspektiven“, betonte Maria Werner, Ausbildungsbeauftrage im KKO.

Beitrag drucken
Anzeigen