Der MSB-Vorsitzende Wilfried Cleven (Foto: Claudia Pauli)
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Mülheim. Einstimmige Entscheidungen prägten die Mitgliederversammlung 2019 des Mülheimer Sportbundes (MSB), die der Dachverband der Mülheimer Sportvereine am 30. Oktober in der Aula des Gymnasiums Luisenschule, NRW-Sportschule, durchführte.

Die Vertreterinnen und Vertreter der dem MSB angehörenden Vereine beschlossen sowohl die Neufassung der Satzung des Mülheimer Sportbundes als auch jene der Finanzordnung und der Gleichstellungsordnung ohne Gegenstimmen und Enthaltungen. Genauso wurde die Jugendordnung der Sportjugend im Mülheimer Sportbund bestätigt. Ferner entlasteten die Delegierten den Vorstand und beschlossen den von Ernst Herzog, Vorstand Finanzen im MSB, vorgelegten Haushaltsplan 2020 einstimmig.

„Wir haben die Satzung grundlegend und zeitgemäß überarbeitet, die Ordnungen aktualisiert und zum Teil neu erstellt und den Ethik-Code im Rahmen von ‚guter Verbandsführung‘ neu aufgesetzt”, erklärte Wilfried Cleven im Hinblick auf den Tagesordnungspunkt 8, „Satzungsangelegenheiten und Erläuterungen”.

Zuvor hatte der MSB-Vorsitzende die anwesenden Sportvereine erneut gebeten, die Vereinbarung mit dem Kommunalen Sozialen Dienst (KSD) der Stadt Mülheim an der Ruhr zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses durch alle Personen, die im jeweiligen Verein mit Kindern und Jugendlichen zusammenwirken, zu unterzeichnen.

Sportdezernent Marc Buchholz bot in diesem Zusammenhang an, mit dem KSD in Kürze eine Informationsveranstaltung für die Sportvereine durchzuführen, um den Verantwortlichen Hilfestellungen in Bezug auf Beantragung, Einsichtnahme und Archivierung des Führungszeugnisses zu geben.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Mitgliederversammlung bildete zudem die Besetzung eines Vorschlagsgremiums für das Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Wie Wilfried Cleven erläuterte, werden dem MSB aus Landesmitteln 2,3 Mio. Euro für die Modernisierung und Sanierung von Sportstätten, die sich im Eigentum von Sportvereinen oder -verbänden befinden bzw. die von Sportvereinen oder -verbänden gepachtet oder langfristig gemietet sind, zur Verfügung gestellt. Um die Umsetzung des Programms transparent und fachlich kompetent zu gestalten, sollen vier Vorstandsmitglieder des Mülheimer Sportbundes, vier Vereinsvertreter, zwei Mitglieder des Rechtsausschusses des MSB, zwei beratende Mitarbeiter vom Mülheimer SportService und vier Fachberater das erwähnte Vorschlagsgremium bilden. Die Delegierten der Vereine beschlossen die vom MSB-Vorstand vorgeschlagene Besetzung einstimmig.

Oberbürgermeister Ulrich Scholten hatte den Anwesenden in seinem Grußwort einen herzlichen Dank für ihr Engagement ausgesprochen. „Alle Akteure im Mülheimer Sport haben gemeinsam schon viel bewegt. Sie sind es, die durch unermüdliches Wirken die Mülheimer Sportlandschaft attraktiv und lebendig erhalten!”

Neben dem 1. Bürger der Stadt sowie Sportdezernent Marc Buchholz wohnten der Mitgliederversammlung u. a. die Leiterin des Mülheimer SportService, Martina Ellerwald, der Vorsitzende des Mülheimer Sport Förderkreises, Frank Werner, der Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung 3, Hermann-Josef Hüßelbeck, sowie die sportpolitischen Sprecher der im Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr vertretenen Parteien bei.

Bereits eine Stunde vor Beginn der Zusammenkunft bestand für die Delegierten der Vereine die Möglichkeit, sich an vier „Thementischen” (Frauennetzwerke, Jugend, Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ und Ehrenamtsentwicklung) mit Mitgliedern des MSB-Vorstandes über aktuelle Herausforderungen auszutauschen. Diese Diskussionsplattform wurde in diesem Jahr erstmalig bei der MSB-Mitgliederversammlung angeboten.

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