Talkgäste beim Festakt waren u. a. Andrea Milz (r.), die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, und Gisela Hinnemann, die Vizepräsidentin Leistungssport im Landessportbund NRW (Foto: Claudia Pauli)

Mülheim. Exakt 100 Jahre nach der Gründung des Dachverbandes der Mülheimer Sportvereine bildete der Festakt zum 100-jährigen Bestehen den krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres des Mülheimer Sportbundes (MSB).

Rund 400 geladene Gäste aus den Bereichen Sport, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien erlebten am 19. November im Festsaal der Stadthalle einen ebenso kurzweiligen wie interessanten und amüsanten Abend. Zwei Talkrunden mit illustren Gesprächspartnerinnen und -partnern, ein Film, der eigens für den besonderen Geburtstag des MSB erstellt wurde, schwungvolle musikalische Einlagen der Big Band des Gymnasiums Luisenschule, NRW-Sportschule, ein schmackhaftes Abendessen und ein grandioser Auftritt des Mülheimer Humoristen René Steinberg prägten die rund dreistündige Veranstaltung, die von ARD-Sportmoderator Claus Lufen moderiert wurde.

Nach der Begrüßung durch den MSB-Vorsitzenden Wilfried Cleven richtete Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten ein kurzes Grußwort an die Anwesenden. Er dankte allen Akteurinnen und Akteuren im Mülheimer Sport für ihren „unverzichtbaren Beitrag, den Sie für die Mülheimer Stadtgesellschaft leisten”. Zugleich wies er darauf hin, dass es etwas Besonderes sei, dass die öffentliche Sportverwaltung – der Mülheimer SportService – und die Sportselbstverwaltung – der Mülheimer Sportbund – derart eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

In der anschließenden Talkrunde, in der Claus Lufen Andrea Milz, die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Gisela Hinnemann, die Vizepräsidentin Leistungssport im Landessportbund NRW, u. a. zu Förderprogrammen, ehrenamtlichem Engagement, Digitalisierung im Sport, der Tätigkeit von Trainerinnen und Trainern sowie der potenziellen Bewerbung der RheinRuhr-Region um die Olympischen Sommerspiele 2032 interviewte, meinte Gisela Hinnemann: „Städte von der Größenordnung Mülheims und mit dieser konzentrierten, super Arbeit, die hier geleistet wird, spielen für den Landessportbund eine große Rolle.”

Nach einem musikalischen und kulinarischen Intermezzo schilderten Gabriela Grillo, Olympiasiegerin von 1976 im Dressurreiten, Thilo Stralkowski, Olympiasieger von 2012 im Hockey, und Damian Wierling, Olympiateilnehmer im Jahr 2016 sowie Tokio 2020-Kandidat im Schwimmen, im Rahmen einer zweiten Talkrunde persönliche Olympiaerlebnisse und brachten die Gäste mit einigen Anekdoten zum Lachen.

Ihren Höhepunkt erreichte die ohnehin schon fröhliche Stimmung in der Stadthalle mit dem Auftritt von René Steinberg. Der Saarner mit „Heißener Migrationshintergrund”, wie er sich selbst beschrieb, sorgte gerade auch mit seinen zahlreichen auf Mülheim an der Ruhr bezogenen Gags für Begeisterung.

Der Dachverband der Mülheimer Sportvereine wurde am 19. November 1919 als „Stadtverband für Leibesübungen Mülheim an der Ruhr” gegründet. Im Jahr 1970 erfolgte die Umbenennung in „Stadtsportbund Mülheim an der Ruhr”, seit 1996 firmiert der Dachverband unter seinem heutigen Namen.

Einzelheiten zur Geschichte des Mülheimer Sportbundes sowie zu aktuellen Aktivitäten des MSB sind in der Chronik „100 Jahre Mülheimer Sportbund” nachzulesen, die allen Gästen beim Festakt ausgehändigt wurde und die auf der MSB-Homepage unter http://www.muelheimersportbund.de/msb/100-jahre-msb als PDF-Dokument zur Verfügung steht.

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