DSC-Torwart Tomo Bujas (Foto: Rüdiger Haubrich)

Düsseldorf. Am vergangenen Donnerstag empfingen die Wasserballer des Düsseldorfer SC 1898 im Achtelfinale des Deutschen Wasserball Pokals mit den Wasserfreunden Spandau 04 den deutschen Rekordmeister. Die Berliner traten bis auf die längerfristigen Ausfälle Marko Stamm, Ben Reibel und Remi Saudadier in Bestbesetzung an. Beim Düsseldorfer SC fehlten im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel gegen Köln die Routiniers Bastian Lehmann und Mihael Petrov. Dafür rückten Paul Lindner und Alexander Scholz in den Kader.

Schon im Vorfeld des Spiels stand der Sieger fest, dennoch wollten die DSC-Wasserballer dem Berliner Starensemble maximale Gegenwehr bieten und sich nicht unter Wert verkaufen. Dies gelang jedoch nicht. Die Berliner waren dem Bundesligaaufsteiger in allen Belangen deutlich überlegen. Der harten Verteidigung konnten die Düsseldorfer wenig entgegensetzen und wurden für fast jeden Ballverlust mit einem Gegentor bestraft. Lediglich DSC-Torwart Tomo Bujas konnte in der ersten Halbzeit mit sehenswerten Paraden und zwei gehaltenen 5-Meter-Strafwürfen aus DSC-Sicht überzeugen. Zur Halbzeit lag man mit 0:13 zurück.

Der deutsche Branchenprimus blieb jedoch auch in der zweiten Hälfte des Spiels konsequent im Abschluss. Immer wieder agierte der DSC zu naiv in der Offensive und wurde eiskalt mit Kontern bestraft. Unzufrieden war man auch mit der eigenen Chancenverwertung, darunter fünf ungenutzter Überzahlspiele. Immerhin gelang Alexandr Yerunov 2:23 Minuten vor Abpfiff aus dem Rückraum der einzige Düsseldorfer Treffer zum zwischenzeitlichen 1:25. Letztlich musste man sich mit 1:28 geschlagen geben.

„Mit der Spandauer Pressverteidigung sind wir im Spiel nach vorne nicht zurechtgekommen. Im letzten Viertel haben wir noch sechs bis sieben Konter bekommen, die richtig weh getan haben, weil die Konterabsicherung in den ersten drei Vierteln eigentlich ganz gut funktioniert hat. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wider, allerdings hätte es nicht so deutlich sein müssen“, lautete das Fazit von Coach Thorsten Klingen, der den verhinderten Gabor Bujka auf der Bank vertrat.

„Es war eine tolle Erfahrung gegen eine Champions League Mannschaft zu spielen. Jetzt müssen wir uns auf unser wichtiges Ligaspiel gegen Bayer Uerdingen vorbereiten“, ergänzte Mannschaftskapitän Joost van Kaathoven.

Während es für Spandau am Dienstag in der Wasserball Champions League ins russische Kasan geht, spielen die Düsseldorfer Wasserballer erst am 14.12. wieder in der Bundesliga gegen den SV Bayer Uerdingen.

 

Düsseldorfer SC 1898 – Wasserfreunde Spandau 04      1:28 (0:7, 0:6, 0:5, 1:10)

Tor: Tomo Bujas (24 Min.), Thomas Manley (8 Min.)

Feld: Yonatan Rudnik, Paul Lindner, Joseph Hubble, Maximilian Schleicher, Carlo Pavljak, Joost van Kaathoven, Stamiatos Giannakis, Timo Gonzalez, Alexandr Yerunov (1), Thomas Hunt

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