(hintere Reihe, v.l.n.r.): Felix Balle, Sebastian Mombeck, Rainald Hüser (alle evo), Karl-Jürgen Athens, Franz Stolte (beide Matthäi), Nina Schmidt-Bronstert, Stefan Theis (beide evo), Stefan Geuer (Zeppelin) und sitzend (v.l.n.r.): Ralf Großhauser (Zeppelin), Christian Basler, Bernd Homberg (beide evo), Frank Brinkmann (Matthäi) (Foto: privat)

Oberhausen. evo, Zeppelin Power Systems und Matthäi Bauunternehmen unterzeichnen Vertrag

Das neue Gasmotoren-Blockheizkraftwerk (BHKW) der Energieversorgung Oberhausen AG (evo) an der Danziger Straße wird von einem Konsortium bestehend aus der Zeppelin Power Systems GmbH und der Matthäi Bauunternehmen GmbH gebaut. Den entsprechenden Vertrag haben die Partner nun mit der evo unterzeichnet.

„Mit dem Bau des neuen Gasmotoren-BHKWs investiert die evo allein mit diesem Projekt rund 12 Mio. Euro in die Versorgungssicherheit der Stadt Oberhausen sowohl bei der Strom- als auch bei der Fernwärme-Versorgung“, erklärt Bernd Homberg, technischer Vorstand der evo.

Die neue Anlage wird mit Erdgas befeuert und versorgt umgerechnet 10.000 Haushalte mit Strom sowie 5.500 Haushalte mit Fernwärme. Das BHKW arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und produziert dadurch gleichzeitig elektrische sowie thermische Energie (Wärme). Auf diese Weise erreicht die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von über 90 Prozent. „Damit ist das neue Gasmotoren-BHKW besonders effizient und ressourcenschonend. Das kommt auch unserem Klima zugute“, erläutert Christian Basler, Leiter des Erzeugungsbereichs bei der evo.

Die neue Anlage ist dank des Energieträgers Erdgas und einer hochflexiblen Steuerungstechnik besonders variabel einsetzbar. „Dank der Flexibilität der Anlage leisten wir einen weiteren Beitrag zur Energiewende. Denn wenn Strom aus Windkraft oder Solaranlagen nur eingeschränkt zur Verfügung steht, kann unser BHKW schnell aushelfen und hier vor Ort Strom erzeugen“, erläutert Christian Basler und Bernd Homberg ergänzt: „Damit leistet die evo erneut einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Versorgungssicherheit.“

Zufrieden zeigen sich auch die Vertragspartner der evo. Ralf Großhauser, Geschäftsführer Zeppelin Power Systems, erklärt: „Das Projekt bietet uns die Chance, unsere langjährige Erfahrung im Bereich des Energieanlagenbaus einzubringen. Unsere Gasmotorenaggregate erfüllen dabei insbesondere in Sachen Flexibilität die aktuellen Herausforderungen, denen wir uns in besonderer Weise stellen.“ Frank Brinkmann, Geschäftsführer von Matthäi, ergänzt: „Die Entscheidung, als Konsortium in die Ausschreibung zu gehen, war goldrichtig: Gemeinsam bieten wir der evo eine passgenaue Lösung aus einer Hand. Das hat letztlich Vorteile für alle Partner und erleichtert die Abstimmungsprozesse ganz erheblich.“

Die Inbetriebnahme des neuen Gasmotoren-BHKW ist für die erste Jahreshälfte 2021 geplant; der genaue Zeitplan ist jedoch abhängig von den Witterungsbedingungen in den kommenden beiden Wintern.

Im Rahmen der Ausschreibung hatten eine Vielzahl von Unternehmen entsprechende Angebote eingereicht. In einer Finalrunde mit insgesamt drei Bietern hat sich schließlich das Konsortium aus Zeppelin Power Systems und Matthäi mit seinem kombinierten Angebot von Bauleistung und Anlagenbau aus einer Hand überzeugend durchgesetzt.

Beitrag drucken
Anzeigen