(Foto: privat)
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Duisburg/Moers. Eigentlich wollte die CDU im Rathaus Rheinhausen und in Rumeln-Kaldenhausen die Einbringung in den Landtag abwarten. Doch jetzt ist es raus: Die Dichtheitsprüfung von privaten Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten wird von der NRW-Regierung abgeschafft. Das betrifft auch rund 2000 Haushalte in Rumeln, die sonst über die Jahre wohl etliche Millionen € hätten aufwenden müssen.

Befreit von dieser einst von einer rot-grünen Landesregierung eingeführten Prüfpflicht sind alle Bestandsimmobilien, gecheckt werden muss nur noch bei begründeten Verdachtsfällen. Ohne klare Indizien auf ein kaputtes Rohr geht nichts mehr, vorbei die Phase des unbegründeten Generalverdachts.

Die CDU in Rumeln-Kaldenhausen und im Rathaus Rheinhausen, die sich seit Jahren mit allen Mitteln gegen den aus ihrer Sicht unsinnigen Kanal-TÜV gestemmt hatte, war in den letzten Monaten in Gesprächen mit Düsseldorf und auch dem benachbarten Moers bemüht, ihren Standpunkt zu verdeutlichen. „In der Landeshauptstadt spürten wir unverhohlene Sympathie, während Moers um Verständnis für die Belange der ENNI bat – der Versorger sicherte sich das Wasserwerk Rumeln-Kaldenhausen für seine künftige Trinkwasserversorgung.“

Groß nun die Freude vor Ort, dass jetzt unter einer fast fünfjährigen Debatte ein klarer Schlussstrich gezogen wird: „Wir freuen uns, dass CDU und FDP im Land den einst von der grünen Umweltministerin Bärbel Höhn installierten Kontrollwahn zum Jahresende in die Tonne kloppen. Da wurden Kleinrentnern für ihre Abwasserleitung zum Straßenkanal im Einzelfall Kosten aufgebrummt, für die sie noch nicht einmal mehr einen Kredit bei ihrer Bank bekamen. Jede Menge Haushalte mussten für 500 bis 1000 € ihre intakte Verrohrung prüfen lassen. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir viele Familien zum Widerstand animierten und die Stadt Duisburg letztendlich keine Prüf-Aufforderungen mehr verschickte. Jetzt sind wir zuerst einmal nur happy.“

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